Kritik

Von Bike-Trail bis Swiss Grand Canyon: Die Hotspots in der Natur

Auch von Weggis auf die Rigi soll eine neue Bahn gebaut werden.

Auch von Weggis auf die Rigi soll eine neue Bahn gebaut werden.

Neue Attraktionen für Touristen in den Bergen stossen auf Kritik von Umweltverbänden.

Bike-Trail Strelapass

Biken ist schwer im Kommen. Viele Ferienorte bauen ihr Angebot aus – im Wissen darum, dass es mit dem Skitourismus künftig schwierig werden könnte. Auch Davos mischt mit. Die Gemeinde will einen Bike-Trail vom Strelapass ins Dorf bauen. Weil er durch eine national geschützte Trockenwiese führen soll, wehren sich Umweltverbände gegen den Bike-Trail. Ihre Beschwerde liegt derzeit beim Bündner Verwaltungsgericht. Die Regierung hatte den Bau genehmigt, weil sie den Eingriff für vertretbar hält.

Rigibahn

Die Rigi hoch über dem Vierwaldstättersee wird zunehmend von Touristen überrannt. Mit verschiedenen Bauprojekten sollen die Anlagen auf die Rigi modernisiert werden. Zu reden gibt vor allem die Bahn von Weggis nach Kaltbad. Die Betreiber möchten dort voraussichtlich die alte Pendel- durch eine Umlaufbahn – also eine mit mehr Kabinen – ersetzen. Weil diese durch eine vom Bund geschützte Landschaft führen würde, äussern Landschaftsschützer Kritik. Sie warnen vor einer Verschandelung des Rigi-Südhangs.

Swiss Grand Canyon

Die 20 Kilometer lange Ruinaulta ist eine spektakuläre Schlucht im Bündnerland. Schon seit langem tobt dort der Streit um einen durchgehenden Wanderweg. Ein drei Kilometer langes Wegstück auf dem Gebiet der Gemeinde Trin fehlt bis heute. Umweltverbände wehren sich gegen den Ausbau, weil der Weg durch ein Brutgebiet des Flussuferläufers verlaufen würde. Das Bündner Verwaltungsgericht hatte eine Beschwerde abgewiesen. BirdLife, Pro Natura und der WWF ziehen den Fall vor das Bundesgericht weiter.

Skigebiets-Verbindungen

Verbindungslifte zwischen Skigebieten sind ein Mittel, zu dem viele Ferienorte in den letzten Jahren gegriffen haben: Gerade wurde die Verbindung zwischen Sedrun und Andermatt eingeweiht, auch Arosa und Lenzerheide sind seit 2014 verbunden. Solche Projekte sorgen fast immer für Widerstand, weil sie oft durch Gebiete führen, die zuvor unberührt waren. Das wird auch im Fall der Bergbahnen von Melchsee-Frutt, Titlis und Hasliberg so sein. Die hatten diesen Herbst bekannt gegeben, einen Zusammenschluss zu prüfen. (Dow)

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