CO2

Von Abgabe befreite Unternehmen übertreffen CO2-Reduktionsziele

Über eine halbe Million CO2 weniger als vorgegeben gelangte letztes Jahr in die Luft.

Über eine halbe Million CO2 weniger als vorgegeben gelangte letztes Jahr in die Luft.

Die Bilanz der letzjährigen CO2-Entwertungen von Unternehmen besagt, dass diese die zulässige Gesamtmenge von 3,42 Mio. Tonnen unterschritten und stattdessen lediglich 2,85 Mio. Tonnen CO2 ausgestossen haben.

Die mit dem BAFU vereinbarten Begrenzungsziel wurde wie schon 2008 und 2009 übertroffen. Jene Unternehmen, die von der CO2-Abgabe befreit sind, haben dieses Jahr erneut Emissionsgutschriften zur Deckung ihres CO2-Ausstosses an den Bund zurückgegeben.

Rund 950 Unternehmen freiwillig verpflichtet

In der Schweiz haben sich rund 950 Unternehmen gegenüber dem Bund freiwillig dazu verpflichtet, ihren CO2-Ausstoss zu begrenzen. Dies natürlich mit einer Gegenleistung: diese Unternehmen sind von der obligatorischen CO2-Abgabe auf Brennstoffe befreit. Von diesen 950 Unternehmen nehmen rund 430 am Emissionshandel teil. Diesen Firmen wiederum werden jährlich Emissionsrechte zum Ausstoss von CO2 zugeteilt. Die Menge bemisst sich jeweils nach dem mit dem Bund vereinbarten Begrenzungsziel des Unternehmens.

Prüfung anhand der entwerteten Emissionsvorschriften

Einmal im Jahr rechnen diese Firmen gegenüber dem BAFU ab und weisen den tatsächlichen CO2-Ausstoss aus. Dabei müssen die Unternehmen Emissionsgutschriften entwerten. Diese Entwertung führen die Unternehmen selber durch, indem sie im Nationalen Emissionshandelsregister Gutschriften von ihrem Konto an das BAFU übertragen. Mit Emissionsrechten, die nicht in Anspruch genommen werden, kann im Schweizer Emissionshandelssystem gehandelt werden. Anhand jener entwerteten Emissionsgutschriften prüft das BAFU alljährlich, ob die Unternehmen die Vorgaben erfüllen.

Diese Übererfüllungen würden zeigen, dass die Unternehmen teilweise frühzeitig Massnahmen zur Verminderung des CO2-Ausstosses ergreifen würden, schreibt das BAFU in einer Mitteilung. Viele Unternehmen haben mit der Stiftung Klimarappen einen Vertrag abgeschlossen, um überschüssige Emissionsrechte abzutreten. (dme)

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