Christian Bütikofer

Der Luzerner CVP-Ständerat Konrad Graber hat schlechte Nachrichten für Autofahrer: In der kleinen Kammer werde derzeit eine Erhöhung der Autobahnvignetten-Gebühr geprüft, sagte er der «Zentralschweiz am Sonntag». Graber ist Mitglied der ständerätlichen Verkehrskommission und deshalb bestens darüber informiert, was das Departement Leuenberger plant.

Bundesrat macht Kehrtwende

Da sich im Strassenverkehr leere Kassen abzeichnen, ist die Erhöhung der Nationalstrassenabgabe eine von mehreren Möglichkeiten, die sich Bundesrat Moritz Leuenberger anschaut. Noch vor wenigen Monaten äusserte sich der Bundesrat zurückhaltend, als Nationalrat Urs Hany (CVP, Zürich) in einer Motion verlangte, die Vignette auf 100 Franken zu erhöhen. Die verschärfte Finanzlage hat nun offenbar zu einem Umdenken geführt.

Im Ausland fährt man teurer

Offenbar wird in Bern auch über ein gestuftes Tarifmodell nachgedacht: Mit der so genannten E-Vignette könnten dann wie in Österreich verschiedene Bezahlstufen möglich sein.

Die Autobahnvignette kostet seit 15 Jahren 40 Franken. Der Preis wurde erst einmal 1995 von 30 auf 40 Franken erhöht. Im Vergleich zum Ausland ist sie billig. Die Österreicher zahlen um die 115 Franken, die Italiener für 100 Kilomenter 10 Franken.