Wahlen 2015
Vom Laufsteg in den Nationalrat: Ex-Miss-Kosovo kandidiert auf CVP-Liste

Sie ist schön, 28 Jahre jung und hat in der Politik bisher keine Spuren hinterlassen: Trotzdem kandidiert Model und ex-Miss Kosovo Keshtjella Pepshi im Kanton Bern für den Nationalrat. Was sind ihre Beweggründe?

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Keshtjella Pepshi bei den Miss-Universe-Wahlen 2010.

Keshtjella Pepshi bei den Miss-Universe-Wahlen 2010.

Keystone

Die CVP hats im Kanton Bern schwer: Bei den Wahlen 2011 hat sie ihren Vertreter im Nationalrat verloren.

Nun greift die Volkspartei an: Das Model, ex-Miss-Kosovo und Kosmetikerin Keshtjella Pepshi, kandidiert auf der CVP-Liste. Die 28-jährige Frau mit kosovarischen Wurzeln und dem Wohnort Heimberg bei Thun soll mithelfen, den verloren gegangenen Sitz zu erobern, wie die "NZZ" berichtet.

Politisch ist Pepshi noch ein unbeschriebenes Blatt, glaubt aber durch ihre Erfahrung als Model vorbereitet zu sein für die Politik: Wie ein Politiker spiele auch ein Model "eine Ambassadoren-Rolle" für sein Land – mit Talent, Schönheit, Schlagfertigkeit und politischen Inhalten, erklärt Pepshi auf dem albanischsprachigen Portal Dialogplus.ch.

Modeln und Politik seien sehr nahe beieinander. Sie wolle sich zudem als Stimme der Vernunft profilieren, so Pepshi.

Keshtjella Pepshi

Keshtjella Pepshi

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Zudem sei sie in einer politisch sehr engagierten Familie aufgewachsen, wie sie zu albinfo.ch sagte, dem deutschsprachigen Portal der albanischen Diaspora in der Schweiz. "Meine Eltern haben sich beide immer mit Politik beschäftigt, so wie viele weitere Menschen unserer Diaspora."

Im Model-Business hat die junge Frau bereits einiges erreicht: Sie wurde 2010 zur Miss Kosovo gewählt und schaffte es bei der Miss-Bern-Wahl im selben Jahr ins Halbfinale. Auch an einer Miss-Universe-Wahl war sie bereits.

Die CVP Kanton Bern hat neben Pepshi noch zwei weitere Kandidaten kosovarischer Herkunft nominiert und will so ein neues Wählersegment erschliessen.

In der kosovarischen Diaspora in der Schweiz sorgt die Meldung für helle Aufregung: Die Wahl Pepshis sei "so gut wie sicher", wie das albanischsprachige Portal Botapress.info berichtet. (fam)

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