Mümliswil

Vizeamt begehrt

In Mümliswil-Ramiswil und in Härkingen gibts Kampfwahlen ums Gemeindevizepräsidium. In Egerkingen ist Johanna Bartholdi einzige Kandidatin für die Nachfolge von Kurt Rütti.

Klar sind die Fronten in Egerkingen: Die FdP hat Johanna Bartholdi als einzige Kandidatin für die Nachfolge von Gemeindepräsident Kurt Rütti aufgestellt. Dass sie als politische Neueinsteigerin bei den Gemeinderatswahlen das drittbeste Resultat erzielt hat, wertet die 58-Jährige als Erfolg. Hinten angestellt hat sich CVP-Gemeinderat Dominik Studer, der sich im Namen der Parteileitung für das Gemeindevizepräsidium bewirbt. Eine Kandidatur als Gemeindepräsident komme für ihn im Moment aus persönlichen und beruflichen Gründen nicht infrage, erklärte Studer auf Anfrage.

FdP fordert SVP heraus

In Mümliswil-Ramiswil gibts eine Kampfwahl ums Vizepräsidium: Nebst dem bisherigen SVP-Mann Rainer Roth tritt die neu gewählte Rita Füeg-Lisibach der FdP an. Die einzige Frau im Rat hat gleich auf Anhieb das beste Resultat erzielt und sich auf der Dreierliste vor die beiden Bisherigen gesetzt. Füeg vereinigte 518 Stimmen auf sich, während Roth nur auf 422 Stimmen auf der SVP-Liste kam. FdP und SVP haben je zwei Sitze im neunköpfigen Rat. Die SVP erzielte jedoch mit 27,5 Prozent deutlich mehr Stimmenanteile als die FdP mit deren 20,2.

Keine Gedanken um seine Wahl als Gemeindepräsident muss sich in Härkingen der alleinige Kandidat Daniel Nützi von der CVP machen. Der 34-Jährige, welcher seit der Demission von Gemeindepräsident Markus Hofer von der Freien Liste Härkingen (FLH) Ende des vergangenen Jahres die Gemeinde als Vizepräsident führt, erreichte bei den Gemeinderatswahlen vom 17. Mai das mit Abstand beste Resultat. Umstritten ist in Härkingen hingegen das Gemeindevizepräsidium, auf welches die Freie Liste und die FdP gleichermassen Anspruch erheben. Für die Freie Liste sei von Anfang an klar gewesen, dass man den Vizepräsidenten stellen wolle, erklärt FLH-Kandidat André Grolimund. Dass die FLH eines ihrer drei bisherigen Mandate im siebenköpfigen Rat an die CVP abgeben musste, habe daran nichts geändert. Ebenfalls Vizegemeindepräsident werden will Jörg Fluri von der FdP. Die Parteileitung habe sich nach dem guten Abschneiden bei der Gemeinderatswahl deutlich für seine Kandidatur ausgesprochen.

Motschi tritt fürs Vizeamt an

Neuigkeiten auch in Oberbuchsiten: Dort hat sich der Chef des kantonalen Amtes für Arbeit und Wirtschaft, Jonas Motschi, für das Gemeindevizepräsidium beworben. Sein gutes Abschneiden bei der Gemeinderatswahl habe ihn dazu bewogen, meint der frischgebackene CVP-Gemeinderat dazu. «Für mich ist dieses Resultat wie ein Auftrag, den mir das Stimmvolk erteilt hat.» Wenn er sein Netzwerk zum Wohl der Gemeinde einbringen könne, mache er dies gerne. (eva/fmb)

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