Alfred Röthlisberger
Vize tritt gegen Präsident an

Nach dem Verzicht von Beat Siegrist (SP) können die Thunstetter und Bützberger doch noch an der Urne über das Gemeindepräsidium befinden: Die SVP tritt mit Vize-Gemeindepräsident Alfred Röthlisberger gegen Amtsinhaber Markus Quaile (FDP) an.

Merken
Drucken
Teilen
Thunstetten

Thunstetten

Alfred Röthlisberger

Alfred Röthlisberger

az Langenthaler Tagblatt

Jürg Rettenmund

Beat Linder in Bätterkinden ist still gewählt Marisa Cordeiro In Bätterkinden kommt es am 29. November zu einer stillen Wahl: Bis zum Ablauf der Eingabefrist gestern Vormittag sind keine weiteren Vorschläge für die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Rosmarie Habegger (SVP) eingereicht worden. Der von der SVP nominierte bisherige Gemeinderat Beat Linder (SVP), Ressort Hochbau, gilt somit als still gewählt. Von seinem Glück erfuhr dieser gestern durch Anrufe von Medien. Wie man sich als neuer Gemeindepräsident von Bätterkinden wohl so fühlt? «Noch nicht anders als zuvor», antwortet Linder und nennt dafür verschiedene Gründe. Gegenwärtig nehme ihn sein Ressort voll in Anspruch, schliesslich gelange am 29. November die Turnhalle zur Abstimmung. Eine saubere Vorlage zu unterbreiten habe daher erste Priorität. Zudem werde in Bätterkinden rege gebaut, weshalb er bis Ende Jahr noch alle Kraft in sein Ressort stecken werde.Die Eingabefrist für Wahlvorschläge habe er einfach auf sich zukommen lassen, erzählt Linder weiter. «Es ist schliesslich immer alles möglich, von einer Kandidatur einer anderen Partei bis zu einem wilden Kandidaten.» Deshalb habe er bis dato auch nicht mit seiner Wahl gerechnet. Nun aber werde er sich zusehends an sein neues Amt herantasten. Er hofft, dass die Arbeit im Gemeinderat im gewohnt guten Verhältnis fortgesetzt werden kann. Den frei gewordenen Sitz im Gemeinderat wird Daniel Zimmermann (SVP) besetzen. Parteipräsidentin Barbara Thürkauf-Kämpfer, eigentlich erster Ersatz, verzichtet aus familiären Gründen auf das Amt.  

Beat Linder in Bätterkinden ist still gewählt Marisa Cordeiro In Bätterkinden kommt es am 29. November zu einer stillen Wahl: Bis zum Ablauf der Eingabefrist gestern Vormittag sind keine weiteren Vorschläge für die Nachfolge von Gemeindepräsidentin Rosmarie Habegger (SVP) eingereicht worden. Der von der SVP nominierte bisherige Gemeinderat Beat Linder (SVP), Ressort Hochbau, gilt somit als still gewählt. Von seinem Glück erfuhr dieser gestern durch Anrufe von Medien. Wie man sich als neuer Gemeindepräsident von Bätterkinden wohl so fühlt? «Noch nicht anders als zuvor», antwortet Linder und nennt dafür verschiedene Gründe. Gegenwärtig nehme ihn sein Ressort voll in Anspruch, schliesslich gelange am 29. November die Turnhalle zur Abstimmung. Eine saubere Vorlage zu unterbreiten habe daher erste Priorität. Zudem werde in Bätterkinden rege gebaut, weshalb er bis Ende Jahr noch alle Kraft in sein Ressort stecken werde.Die Eingabefrist für Wahlvorschläge habe er einfach auf sich zukommen lassen, erzählt Linder weiter. «Es ist schliesslich immer alles möglich, von einer Kandidatur einer anderen Partei bis zu einem wilden Kandidaten.» Deshalb habe er bis dato auch nicht mit seiner Wahl gerechnet. Nun aber werde er sich zusehends an sein neues Amt herantasten. Er hofft, dass die Arbeit im Gemeinderat im gewohnt guten Verhältnis fortgesetzt werden kann. Den frei gewordenen Sitz im Gemeinderat wird Daniel Zimmermann (SVP) besetzen. Parteipräsidentin Barbara Thürkauf-Kämpfer, eigentlich erster Ersatz, verzichtet aus familiären Gründen auf das Amt.  

az Langenthaler Tagblatt

«Überrascht» zeigte sich gestern der Thunstetter Gemeindepräsident Markus Quaile (FDP) über den Entscheid der SVP, am 29. November mit Vize-Gemeindepräsident Alfred Röthlisberger gegen ihn anzutreten. Abgezeichnet hat sich dies allerdings in den letzten Wochen seit der Gemeinderatswahl vom 27. September: Damals erzielte Röthlisberger das zweitbeste Resultat, während Quaile abgeschlagen auf dem letzten Platz landete. Seither lavierte die SVP und drückte sich um einen eindeutigen Positionsbezug für Quaile herum.

Siegrist wird Vizepräsident

Vorerst wartete sie den Entscheid der SP ab, deren Gemeinderat Beat Siegrist das Spitzenresultat erzielt hatte. Vor einer Woche gab dieser allerdings seinen Verzicht bekannt (wir berichteten). Gestern, als die offizielle Eingabefrist ablief, wurde nun bekannt, dass Röthlisberger Quaile herausfordert. Er setzt alles auf diese Karte und verzichtet auf eine erneute Kandidatur fürs Vizepräsidium: Dieses überlassen die Bürgerlichen Beat Siegrist, der damit bereits in stiller Wahl bestätigt ist.

«Acht Jahre haben wir nun auf das Gemeindepräsidium verzichten müssen», erklärte SVP-Präsident Adrian Dreier. Vor acht Jahren unterlag Herbert Jenzer gegen Christine Röthlisberger (SP), vor vier Jahren verzichtete die SVP zugunsten von Quaile, damit die Bürgerlichen das Amt zurückholen konnten.

Als stärkste Partei «legitimiert»

Nach dem guten Resultat bei den Gemeinderatswahlen fühle sich die SVP legitimiert, das Präsidium wieder zu beanspruchen, erklärte Dreier. Bei dieser etablierte sich seine Partei neben dem persönlichen Erfolg von Röthlisberger auch wieder als stärkste Partei und überholte die SP knapp.

Dass die SVP damit dem Mitstreiter von 2005 in den Rücken fällt, sei man sich wohl bewusst, erklärte Dreier. Entsprechend sorgfältig habe man den Entscheid abgewogen, sei aber zum Schluss gekommen, dass das Resultat der Gemeinderatswahlen auch eine Verpflichtung sei. Dass dabei auch eine Kritik an Quaile mitschwingt, ist sich Dreier bewusst, will diese aber nicht in der Öffentlichkeit konkretisieren.

Röthlisberger weist darauf hin, dass er bereits vor vier Jahren ein sehr gutes Resultat erzielt habe. Damals lag er sogar an der Spitze. Jetzt aber habe sich auch seine persönliche und berufliche Situation geändert: Sein Haustechnik-Geschäft konnte er seinem Sohn Roman übergeben. Damit könne er sich nun auch die nötige Zeit für das Präsidium freimachen.

Seine Kandidatur will er allerdings nicht an Kampfansage an Quaile verstanden wissen: «Ich habe nichts gegen ihn persönlich und auch nichts gegen die FDP.» Doch die Stimmberechtigten hätten deutlich gesagt, was sie wollen und dem gelte es nun Rechnung zu tragen. Dass er dabei als SVP-Vertreter mit einer breiteren Parteibasis als FDP-Vertreter Quaile antreten kann, ist ihm bewusst. Er schätzt deshalb seine Chancen als «50 zu 50» ein.

Kein Showdown

Der Entscheid liege damit bei den Stimmberechtigten, betont Röthlisberger, macht aber gleichzeitig klar, dass er keinen Wahlkampf gegen Quaile führen wird. «Es gibt keinen Showdown, sondern eine Auswahl zwischen zwei Personen.»

Ob dies auch für die FDP so sein wird, entscheidet sich heute abend: Gemäss Markus Quaile kommen die Mitglieder zusammen, um die neue Situation zu analysieren und zu entscheiden, wie sie darauf reagieren. Zwei Sachen stehen für Quaile aber bereits fest: Ein Rückzug ist kein Thema, und im Fall einer Abwahl als Präsident wird er vier Jahre als gewählter Gemeinderat im Amt bleiben.