Peter Belart

Der endgültige Entscheid fiel in Villnachern. Nach einem ziemlich intensiv geführten Abstimmungskampf obsiegten die Fusionsgegner klar. 303 Personen stimmten Ja, 427 stimmten Nein. Bemerkenswert: Die Stimmbeteiligung betrug in Villnachern beinahe 70 Prozent! Von den 1052 Stimmberechtigten brachten 733 ihre Meinung ein.

Ähnlich hoch war die Stimmbeteiligung in Oberflachs, wo 60% der Stimmberechtigten an die Urne gingen. Sie hiessen die Fusionsvorlage mit 178 Ja gegen 42 Nein gut.

In Schinznach-Dorf betrug die Stimmbeteiligung immerhin auch noch rund 50%. Hier lautete das Ergebnis 358 Ja gegen 220 Nein.

Auch Schinznach-Bad entschied sich für die Viererfusion, nämlich mit 177 Ja gegen 81 Nein. Die Stimmbeteiligung betrug hier 34,6%.

Somit ist die Fusion der vier Dörfer zur neuen Einheitsgemeinde «Schinznach» gestorben. Villnachern hat sich klar für die Beibehaltung der Eigenständigkeit entschieden; der Viererzusammenschluss kommt nicht zustande.

Zusammenarbeit verstärken

In ersten Stellungnahmen reagierten die Gemeindeammänner unterschiedlich, stimmten aber in ihrer Erleichterung über die klaren Ergebnisse überein. Max Fischer von Villnachern hofft nun zunächst darauf, dass sich die Wogen bald wieder glätten. Er zeigte sich etwas ratlos über den Umstand, dass es in Villnachern im Verlauf der letzten Monate offensichtlich zu einer 180-Grad-Umkehr der Mehrheiten gekommen ist. Fischer stellte aber klar: «So oder so müssen wir die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn noch weiter ausbauen. Wir alle sind darauf angewiesen.»

Dora Farrell, Schinznach-Dorf, sagte: «Natürlich bin ich sehr enttäuscht über dieses Ergebnis. Wir müssen es aber akzeptieren. Es ist in einem demokratischen Prozess zustande gekommen.»