UBS-Steueraffäre

Villiger stellt sich der Debatte um die UBS

UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger (Archiv)

UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger (Archiv)

Eine Million Franken stellt der Bundesrat der UBS in Rechnung für den Aufwand des Bundes wegen des Steuerstreits mit den USA. Diese tiefe Rechnung stiess auf Kritik. Laut UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger wäre die UBS aber durchaus bereit, mehr zu zahlen.

In der "Arena" des Schweizer Fernsehens sagte Villiger am Abend laut einem Vorabbericht des Schweizer Fernsehens: "Wenn der Bundesrat will, dass wir uns stärker an den Kosten beteiligen, dann machen wir das."

Die UBS werde bezahlen: "Auch wenn es eine Rechnung über 30 Millionen Franken ist." Dies habe er Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bereits vor sechs Monaten gesagt und angeboten, sagte Villiger.

Verständnis zeigte Villiger für den Frust im Volk über die hohen Bonuszahlungen an UBS-Manager während der derzeitigen Wirtschaftskrise. Auch er habe für gewisse Vorgänge kein Verständnis, sagte Villiger. "Aber Schein und Sein sind nicht gleich. Man nimmt in der Öffentlichkeit die Fortschritte der UBS nicht wahr."

Die UBS habe die Bilanz und die risikoträchtigen Papiere halbiert. Zudem habe sie das Vergütungssystem überarbeitet und wolle "eine Kultur der Ethik aufbauen". "Die Geschäftsleitung wird in diesem Jahr deutlich weniger Boni kassieren als im letzten Jahr", fügte er hinzu.

Klar ist für den ehemaligen Bundesrat auch, dass die UBS nicht von sich aus Kundendaten an die USA herausgeben wird: "Eher trete ich zurück, als dass wir Schweizer Recht brechen." Er verstehe, dass es für das Parlament unangenehm sei, über diese Frage zu entscheiden. "Ich hätte mich als Parlamentarier auch aufgeregt. [...] Aber wir müssen dies tun, damit wir weiterkommen können."

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