Die Sicherheitsvorkehrungen für die Gerichtsverhandlung im Fall Rupperswil sind hoch. Der Prozess findet nicht im Bezirksgericht Lenzburg statt, sondern im Gebäude der Mobilen Polizei in Schafisheim. Um alle 65 zugelassenen Journalisten kontrollieren zu können, findet der Einlass in den Gerichtssaal um 7 Uhr morgens statt. Um 8.15 Uhr eröffnet Gerichtspräsident Daniel Aeschbach die Verhandlung. Dieser Ablauf ist geplant:

  • Am Dienstag werden die beiden Gutachter Josef Sachs und Elmar Habermeyer befragt. Die beiden Psychiater werden erklären, ob der Angeklagte eine psychische Störung hat und ob diese behandelbar ist. Davon hängt ab, ob eine lebenslängliche Verwahrung möglich ist.
  • Am Mittwoch wird erstmals der Angeklagte Thomas N. sprechen. Er wird zuerst vom Richter zu seiner Person und danach zur Sache befragt. Seine Verteidigerin Renate Senn hält ihr Plädoyer.
  • Am Donnerstag könnte die Leitende Staatsanwältin Barbara Loppacher ihr Plädoyer halten. Es gibt aber keinen fixen Termin. Falls die Verhandlung zügig vorangeht, könnte sie ihre Rede schon am Mittwoch beginnen. Das Gericht hält sich die Möglichkeit offen, an einigen Tagen bis in die Nacht zu verhandeln.
  • Am Freitag ist das Urteil angekündigt. Falls es nicht reichen sollte, hat das Gericht den Mittwoch der kommenden Woche als Reservetermin freigehalten.

Verfolgen Sie hier den Prozess im Liveticker:

Neue Details zum Rupperswiler Vierfachmord

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Die Anklageschrift führt zu Tage, wie berechnend und brutal Thomas N. vorging. Dabei filmte er die Gewalttat und schaute die Aufnahmen monatelang an.

Nach Rupperswil waren weitere Morde geplant

Nach Rupperswil waren weitere Morde geplant

Laut Experten sei das Verhalten von Thomas N. typisch für Serienkiller. Nur dank der guten Arbeit der Polizei konnten weitere Morde verhindert werden.