18 Prozent der Hochschulabsolventen haben 2016 bei einer Befragung angegeben, sie hätten dauerhafte Gesundheitsprobleme. Die meisten von ihnen hatten nach eigenen Angaben chronische Krankheiten, gefolgt von psychischen Probleme. Über Lern-, Seh- und Hörschwäche oder Gehbehinderungen gaben klagten dagegen nur die wenigsten.

Der schlechte subjektive Gesundheitszustand der Studierenden korreliert mit deren finanzieller Situation, wie eine neue Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) nachweist, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die 10 Prozent der Studierenden, die sich durch ihre Gesundheitsprobleme eingeschränkt fühlen, sind gemäss Studie finanziell deutlich schlechter gestellt als der Durchschnitt aller Studierenden.

59 Prozent von ihnen haben mittlere bis sehr grosse finanzielle Schwierigkeiten, während dieser Anteil für alle Studierenden 43 Prozent beträgt. Die kranken Studierenden sind ausserdem sozial schlechter integriert: Jeder Fünfte ist unzufrieden mit seinen sozialen Beziehungen, doppelt so viele wie im Durchschnitt aller Studienabsolventen.

Sind Männer wehleidiger?

Die BFS-Studie straft ein altes Vorurteil Lügen: Männer sind doch nicht wehleidiger als Frauen. Während 73 Prozent der Frauen ihren Gesundheitszustand mit gut bis sehr gut angeben, sind es bei den Männern 81 Prozent.

Kaum Überraschungen gibt es bei den Unterschieden bezüglich Studien-Fachrichtungen: Am gesündesten fühlen sich Sportstudenten., gefolgt von Land- und Forstwirtschaftlern. Auch Wirtschaftswissenschaftler fühlen sich gemäss Studie deutlich häufiger gesund als ihre Kommilitonen und Kommilitoninnen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Schweiz international im Mittelfeld

18 Prozent dauerhaft kranke Studierende mag alarmierend tönen - im internationalen Vergleich rangiert die Schweiz damit aber im Mittelfeld.

In Island fühlen sich mehr als doppelt so viele Studierende dauerhaft krank und auch in den Niederlanden ist mehr als ein Drittel der Hochschulabsolventen chronisch unpässlich. In Georgien, Albanien, Rumänien und Serbien fühlen sich dagegen weit weniger als 10 Prozent gesundheitlich eingeschränkt.

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