In den Schweizer Spitälern stehen zu viele leere Betten. Die durchschnittliche Auslastung aller 171 Akutspitäler im Land liegt bei 80 Prozent, wie die letzten vergleichbaren Daten des Bundesamtes für Gesundheit aus dem Jahr 2012 zeigen. Die grossen Universitäts- und Zentrumsspitäler erreichten dabei eine mittlere Auslastung von 82 Prozent, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet.

Bei den Regionalspitälern betrug der Wert 77 Prozent, bei den Spezialkliniken war er mit 72 Prozent noch tiefer. Auch innerhalb dieser Kategorien sind die Unterschiede beträchtlich.

So wies das Zürcher Unispital eine Auslastung von 93 Prozent aus, im Berner Inselspital hingegen betrug sie nur 74 Prozent. Unter den Regionalspitälern kämpfte jedes dritte mit einer Auslastung von weniger als 70 Prozent.

Für den Preisüberwacher sind diese Werte zu tief. Sein Büro definiert die Schwelle für einen wirtschaftlichen Betrieb bei 85 Prozent Auslastung. Die Statistik zeige, dass diese Quote durchaus zu erreichen sei, sagt Fachspezialist Manuel Jung der "NZZ am Sonntag". "Und sie belegt umgekehrt, dass es in der Schweiz nach wie vor zu viele Spitäler gibt."