Der Bereich, den der Schwiegersohn von Astra-Chef Dieterle übernahm, wurde 2011 neu geschaffenen, wie die «Sonntagszeitung» schreibt. Die Beschäftigung von Familienmitgliedern ist im Astra nichts Aussergewöhnliches: Auch die Tochter des langjährigen stellvertretenden Amtschefs erhielt eine Anstellung.

Dieterle sagt zur Zeitung, bei der Anstellung seines Schwiegersohnes - eines Sprachwissenschaftlers - habe er sich nicht beteiligt. «Allerdings hätte ich der Sensibilität der enger gewordenen familiären Beziehung zu ihm womöglich noch mehr Beachtung schenken sollen.»

Laut Dieterle hätte eine «übergeordnete Organisation» das Verfahren durchführen können. Parlamentarier verlangen nun eine Untersuchung: «Eine solche Anstellung ist heikel, denn der Schwiegersohn hat als Sprachwissenschaftler das Jobprofil möglicherweise nicht erfüllt», sagt etwa BDP-Präsident Martin Landolt. Die GPK solle die Anstellungen untersuchen. Auch SP-Nationalrat Thomas Hardegger begrüsst eine GPK-Untersuchung. (rsn)