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Verwaltungsratspräsident Gygi stärkt SBB-Chef Meyer den Rücken

Gygi (links) findet, das Meyer (rechts) einen guten Job macht

Gygi (links) findet, das Meyer (rechts) einen guten Job macht

SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi steht trotz grosser Fluktuation auf höchster Kaderstufe voll hinter SBB-Chef Andreas Meyer. Wenn er sich nur mit Ja-Sagern umgäbe, wäre er längst nicht mehr im Amt, sagt Gygi in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Meyer sei einer, der in seiner Führungsrolle zupackend sei. Der Verwaltungsrat wolle einen Chef, der aktiv die Strukturen und Prozesse gestalte und optimiere. Es sei klar, dass es nicht allen passe, wenn er und andere Geschäftsleitungsmitglieder koordinierend in die Aufgaben der Divisionen eingriffen, sagte Gygi weiter.

Die vielen Abgänge auf den höchsten SBB-Kaderstufen bezeichnet Gygi als "normalen Vorgang". Er habe bei der Post ebenfalls die ganze Konzernleitung ausgewechselt, allerdings nicht in so kurzer Zeit, sagt der ehemalige Post-Chef. Er sehe in der Personalfluktuation deshalb nichts Beängstigendes. Wechsel brächten auch neue Kompetenzen.

Gygi trägt auch den rigorosen Sparkurs von Andreas Meyer mit. "Ich gehe davon aus, dass die Veränderungen sich insgesamt auf einen dreistelligen Millionenbetrag summieren", sagte Gygi zu Massnahmen in der Administration und im Güterverkehr. Dies sei der Beitrag der SBB an die Lösung der Finanzierungsprobleme.

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