Das Paraplegiker-Zentrum sei besonders geeignet für eine frühzeitige Rehabilitation, sagte der ärztliche Direktor der Uniklinik Düsseldorf, Wolfgang Raab, vor dem Medien in Düsseldorf. Koch war nach seinem Unfall in der Sendung "Wetten, dass..?" am vergangenen Samstag in die Uniklinik Düsseldorf gebracht worden.

Es bestünden "zaghafte Hoffnungen", dass sich die Lähmungen reduzieren würden, sagte Raab weiter. Schwellungen am Rückenmark erlaubten aber nur zurückhaltende Diagnosen. Positiv sei, dass der 23-Jährige eine sehr gute allgemeine Konstitution besitze.

Am Freitag habe es Hinweise auf eine "diskrete Bewegung an einem Bein" gegeben, sagte der Neurologe Hans-Jakob Steiger von der Düsseldorfer Klinik. Sollte Koch in den kommenden Wochen seine Füsse bewegen könne, stünden die Chancen auf eine Heilung gut. Anfang Woche hatten sich die Ärzte noch skeptischer gezeigt.

Via Zürich nach Nottwil

Beim Transport ins Zentrum nach Nottwil sei alles reibungslos verlaufen, sagte SPZ-Sprecherin Janka Hurschler auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Koch sei am Samstagmorgen von der Deutschen Luftrettung zum Flughafen Zürich gebracht worden. Von dort flog ihn die Schweizer Rega nach Nottwil.

Für Familienmitglieder von Koch bestehe die Gelegenheit im Zentrum in Nottwil zu übernachten. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wollte Hurschler nicht bekannt geben, wer mit Koch in die Schweiz gereist ist.

Bei dem Transport habe es sich um ein "kalkulierbares Risiko" gehandelt, sagte der Düsseldorfer Anästhesie-Arzt Benedikt Pannen. Bereits seit Donnerstag sei die künstliche Beatmung beendet worden. Zudem sei Koch mehrfach aus seinem Bett in eine sitzende Position gebracht worden.

Kochs neuer Arzt in Nottwil, Michael Baumberger, erwartet einen langen Aufenthalt. "Wir brauchen Zeit", sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA. "Sechs bis neun Monate in der Rehabilitation - das ist wahrscheinlich die Realität."