Gefängnisausbruch Limmattal
Verteidiger sieht keine Fluchtgefahr: Angela M. soll bald freikommen

Angela Magdici soll bald aus der Untersuchungshaft entlassen werden, dafür will ihr Pflichverteidiger sorgen. Er sieht bei der Gefängniswärterin, die einem Häftling zur Flucht verhalf, keine Fluchtgefahr.

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Aufseherin Angela Magdici

Aufseherin Angela Magdici

Screenshot 20min.ch

Magdicis Pflichtverteidiger, der Anwalt Urs Huber, will in den kommenden Tagen beim Obergericht Zürich Beschwerde gegen die Untersuchungshaft von Angela Magdici einlegen, wie «20 Minuten» berichtet.

«Die U-Haft wurde vor allem wegen der angeblichen Fluchtgefahr verhängt», erklärte Huber der Zeitung. Doch diese sei bei Angela Magdici nicht gegeben. Die Gefängniswärterin, die sich mit Häftling Hassan Kiko nach Italien abgesetzt hatte, könne ausserdem jederzeit ein Gesuch auf Haftentlassung stellen. Spätestens nach drei Monaten U-Haft aber müsse eine Neubeurteilung erfolgen.

Der Pflichtverteidiger hat Magdici seit ihrer Überstellung von Italien in die Schweiz zwei Mal getroffen. Es gehe ihr gut, sie wirke gefestigt und gesund. Sie bereue ihre Flucht inzwischen und habe eine Geständnis abgelegt.

Kiko noch in Italien

Am 9. Februar hatte Angela Magdici den verurteilten Sexualstraftäter Hassan Kiko aus dem Gefängnis Limmattal befreit. Am Karfreitag wurde das Liebespaar in einer Wohnung im italienischen Romano di Lombardia verhaftet.

Am vergangenen Donnerstag wurde Angela Magdici an die Schweizer Behörden überstellt und befindet sich seitdem in Haft. Die Untersuchungshaft soll sie aber in einem Gefängnis ausserhalb des Kantons Zürich absitzen. Wo, gab die Zürcher Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Hassan Kiko wartet in Italien weiterhin auf seine Auslieferung. (cze)

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