In der am späten Dienstagabend ausgestrahlten SABC-Dokumentation "Höllenloch" ist zu sehen, wie die leidenden Inhaftierten unter unmenschlichen hygienischen Verhältnissen dahin vegetieren.

Viele von ihnen bettelten Angehörige um Nahrung oder Medikamente an. Pro Tag gebe es nur eine Hand voll Maismehl, Seife sei nicht vorhanden, Toiletten liefen über, Arzneien gebe es nicht.

Nach Schätzungen von Hilfsorganisationen sterben in den 55 Gefängnissen des Landes jeden Tag im Schnitt rund 20 Häftlinge. Selbst für den Abtransport der Leichen aus den Zellen fehle es an Geld.

Justizminister Patrick Chinamasa gab nach Angaben der Filmautoren zu, dass dem Staat zur Aufrechterhaltung von Minimalstandards für die Versorgung der Häftlinge die Mittel fehlten.

Lebensverlängernde Medikamente für Aids-Patienten gibt es demnach ebenso wenig wie eine ärztliche Versorgung der sterbenskranken Häftlinge im Spital.

Die Dokumentation basiert auf Videoaufnahmen, die von Häftlingen und Wächtern mit versteckter Kamera gemacht wurden. In dem Film äussert sich auch der designierte Vize-Landwirtschaftsminister Roy Bennett, der unter einem Vorwand knapp zwei Monate in einem Gefängnis verbrachte.

Er sprach mit Blick auf die Situation dort von einem "Menschenrechts-Desaster". Er habe es selbst erlebt, das eine Leiche in seiner Zelle erst nach einem Tag abtransportiert worden sei.