«50 Millionen Dollar, also 25 Millionen pro Geisel. Das ist der Preis dafür, die Krise zwischen Tripolis und Bern zu regeln» schreibt "Le Courier" in ihrer heutigen Ausgabe. Gefordert werden soll diese Summe in erster Linie von Hannibal Gaddafi, dem Sohn des libyschen Staatschefs Muamar Al-Gaddafi.

Offenbar aber reicht Geld zur Bereinigung der Angelegenheit nicht - Hannibal, dessen Verhaftung am Anfang der ganzen Affäre steht, verlangt auch eine Bestrafung jener Genfer Behördenvertreter, die für seine Verhaftung am 15. Juli 2008 verantwortlich waren.

Eine offizielle Stellungsnahme aus dem Bundesrat dazu gab es auch im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz keine; Aussenministerin Micheline Calmy-Rey wies am Donnerstag lediglich darauf hin, dass «das Problem nicht in der Schweiz sondern in Libyen liegt» und qualifizierte die Festnahme der beiden Schweizer erstmals offiziell als «Geiselnahme». (rkr)