Küttigen
Verkehr in Küttigen neu geleitet

Der Küttiger Gemeinderat gibt der Bevölkerung die Möglichkeit, bei der Planung mitzureden. Vom 25. Juni 2009 bis zum 21. August können Begehren, Anregungen und Fragen deponiert werden.

Merken
Drucken
Teilen
Plan Küttigen

Plan Küttigen

Aargauer Zeitung

Etwas mehr als ein Jahr vor der Eröffnung der neuen Staffeleggstrasse setzt sich der Gemeinderat Küttigen intensiv mit der neuen Verkehrsplanung auseinander. Die einschneidenste Massnahme betrifft die Hauptstrasse und die Neue Stockstrasse, welche neu von Kantonsstrassen zu Gemeindestrassen degradiert werden. Entgegen einem früheren Vorhaben wird die Hauptstrasse nicht gesperrt oder gar rückgebaut.

Durch eine Umgestaltung und eine Geschwindigkeitsreduktion soll möglichst viel Verkehr auf kürzestem Weg auf die Umfahrung, sprich auf die neue Staffeleggstrasse geleitet werden. Auch die Überquerungsmöglichkeiten für Fussgänger und Radfahrer sollen verbessert werden. Die neue Stockstrasse und die Hauptstrasse müssen aber auch in Zukunft für Schwertransporter offen bleiben, da diese nicht durch den Horentunnel fahren können. Auch bei Unfällen auf der neuen Staffeleggstrasse, dient die Hauptstrasse als Umleitungsstrasse oder als Zugang für Rettungsdienste.

Erheblich mehr Automobilverkehr erwartet

Auf der Bibersteinerstrasse wird mit deutlich mehr Verkehr gerechnet. Als Folge der Neuen Staffeleggstrasse dürften auch die Lärmemissionen deutlich zunehmen. Vor allem der Durchfahrtsverkehr von Erlinsbach Richtung Zürich/Seetal könnte zunehmen, da über die neue Aarebrücke die Zubringer auf die Autobahn schneller zu erreichen sind als bisher. Mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen wäre demzufolge auch an der Brandackerstrasse zu rechnen.

Gewicht auf Verkehrssicherheit

Da die Bibersteinerstrasse zukünftig intensiver befahren wird, sind dringende Massnahmen wie Radstreifen und Fussgängerstreifen mit Mittelinseln nötig. Die heutige Strassenbreite bietet keinen Schutz für die Radfahrenden. Ein grosses Anliegen der Gemeinde ist, den Durchgangsverkehr aus den Quartieren zu verbannen und so die Sicherheit von Schulkindern und die Wohnqualität zu verbessern. Strassenberuhigungen sollen bei der Umsetzung dieser Massnahme Mittel zum Zweck sein. Bis heute ist erst eine Anfrage bei der Gemeindekanzlei eingegangen, bei der es um eine Massnahme im Quartier Kirchberg gehe, so Robert Rütimann. «Die Akzeptanz der neuen Strasse ist um einiges besser, als noch vor Baubeginn». In einem nächsten Schritt wird ein Massnahmenkatalog erarbeitet, bei dem wiederum die Bevölkerung miteinbezogen wird.