Terrorismus

Verhafteter CERN-Physiker sprach im Internet von Anschlägen

Der am Donnerstag in Frankreich wegen Terrorverdacht festgenomme CERN-Physiker hat im Internet von Anschlägen gesprochen, allerdings nur in allgemeiner Art und Weise. Es seien entsprechende Mitteilungen abgefangen worden, hiess es aus Justizkreisen.

Der 32-jährige Physiker, der seit 2003 für das europäische Teilchenforschungszentrum CERN in Genf tätig war, stand über Internet mit Personen in Kontakt, die der nordafrikanischen Al-Kaida (Alqim) nahe stehen, wie es weiter hiess. Er ist Franzose mit algerischer Abstimmung.

"Im Austausch mit Alqim sprach er von möglichen Anschlägen in allgemeiner Art und Weise. Man war nicht auf operationellem Niveau, von Einsatzmitteln oder Daten war keine Rede", sagte die Quelle. Der Physiker habe aber verschiedene Ziele vorgeschlagen und gesagt, er habe Lust einen Anschlag zu verüben.

Alqim verübte bereits mehrere tödliche Anschläge in Algerien und drohte auch Frankreich mit Terror. Im August hatte die Gruppe einen Selbstmordanschlag auf die französische Botschaft in Mauretanien verübt. Drei Menschen erlitten Verletzungen.

Der CERN-Physiker war am Donnerstag zusammen mit seinem 25-jährigen Bruder in der Nähe von Lyon verhaftet worden. Das CERN in Genf hielt umgehend fest, dass der Mann zwar an verschiedenen Analyse-Projekten mitgearbeitet habe, jedoch kein Angestellter war und bei einem externen Institut unter Vertrag stand.

Weiter teilte das CERN mit, dass der Verhaftete niemals mit etwas in Kontakt gekommen sei, dass für terroristische Zwecke genutzt werden könnte.

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