Spurenabgleiche würden aber weiterhin laufend stattfinden, teilte die Staatsanwaltschaft Luzern am Montag mit. Sobald neue Erkenntnisse oder Hinweise zum Fall vorliegen, würden weiterführende Ermittlungen getätigt.

Das Opfer konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes über eine längere Zeit nicht zum Vorfall befragt werden. Der Unbekannte hatte die Frau bei Emmen an der Reuss vom Velo gerissen und in einem nahen Waldstück vergewaltigt. Die Frau erlitt bei dem Überfall schwerste Verletzungen. Ihre Arme und Beine waren laut den Behörden nach der Tat gelähmt.

Nach der Vergewaltigung hatte die Luzerner Polizei umfangreiche Ermittlungen durchgeführt. So wurden während mehrerer Wochen im Umfeld des Tatorts Personenkontrollen durchgeführt. Die Behörden setzten eine Belohnung von 20'000 Franken aus für Hinweise, welche zum Täter führen könnten.

Vergewaltiger von Emmen: Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein und spürt «eine innere Genervtheit»

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Trotz Massen-DNA-Tests und Auswertungen Tausender Handydaten konnten die Ermittler den Täter nicht fassen. Nun wird die Untersuchung eingestellt. Das sagt der zuständige Luzerner Staatsanwalt Thomas Reitberger. (15.1.2017)

Männer zum DNA-Test

Weiter wurden in Zwischenzeit laut der Staatsanwaltschaft drei Personen vorübergehend festgenommen und knapp 10'000 Personendaten im Zusammenhang mit der Tat überprüft. Insgesamt wurden 371 Männer zu einem Massen-DNS-Test aufgeboten.

Mehrere tausend Handynummern wurden erhoben, welche zur Tatzeit im Gebiet des Tatorts aktiv waren, davon wurden 1863 Handydaten detailliert ausgewertet. Bei 32 Personen, welche über ihr Handy zur Tatzeit im Umfeld vom Tatort registriert wurden, führte die Staatsanwaltschaft DNS-Tests durch. Aktuell sei noch eine DNA-Auswertung im Ausland hängig, geht aus der Medienmitteilung hervor.

Vergewaltigungsopfer von Emmen war auf dem Heimweg

Vergewaltigungsopfer von Emmen war auf dem Heimweg

Die 26-Jährige war nur noch rund 500 Meter von ihrer Wohnung entfernt als sie vom Velo gerissen und vergewaltigt wurde. Sie war auf dem Heimweg von der Arbeit. Die Nachbarn sind tief betroffen. (Video August 2015)

Als weiteres Ermittlungselement wurde eine Fallberatung in Anspruch genommen. Experten rollten den Fall - losgelöst von den bisherigen Ermittlungen - nochmals auf. Ebenfalls erfolglos.

Schliesslich überprüfte die Staatsanwaltschaft rund 300 Hinweise zum möglichen Täternamen "Aaron" und führte wiederum fünf DNS-Analysen durch, die ebenfalls nicht zum Erfolg führten.