In Zusammenhang mit der mutmasslichen Korruptionsaffäre im SECO sei ihm letzte Woche der Name einer Firma aufgefallen, sagte Käser im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda und bestätigte entsprechende Angaben der Zeitung «Der Bund». Er habe den Polizeikommandanten Stefan Blättler gefragt, ob die Kantonspolizei auch mit dieser Firma geschäfte. Blättler habe dies bestätigt.

Service für 2,85 Mio. Franken

Der Chef Technik der Kantonspolizei Bern habe einen Bruder bei der fraglichen Firma, stellte Käser fest. Er sei darauf mit Blättler übereingekommen, die Rechtmässigkeit der Vergaben von der Finanzkontrolle überprüfen zu lassen. Laut "Bund" geht es um Dienstleistungsjobs von 2,85 Millionen Franken seit dem Jahr 2005.

Ob der Chef Technik der Kapo die Ausstandspflicht ausreichend berücksichtigte, solle die Untersuchung durch die Finanzkontrolle zeigen, sagte Käser der sda. "Nach meinem Kenntnisstand sind die Vorschriften eingehalten worden, da letztlich der Polizeikommandant als Vertragspartner den Lieferanten gegenübersteht."