Venezuela

Venezuelas Präsident stellt Stahl-Unternehmen unter Staatskontrolle

Venezuelas Präsident Hugo Chàvez

Venezuelas Präsident Hugo Chàvez

Nur wenige Tage nach der Verstaatlichung wichtiger Zulieferfirmen der Ölindustrie will der venezolanische Präsident Hugo Chávez jetzt mehrere Unternehmen der Stahlbranche unter die Kontrolle des Staates stellen.

Betroffen sind fünf eisen-produzierende und -verarbeitende Firmen sowie ein Keramik-Unternehmen im Bundesstaat Bolivar im Süden des Landes. Die Aktion sei Teil eines "sozialistischen Konzeptes" zur Gründung einer staatlichen Industrie- Kooperation, sagte Chávez im staatlichen Fernsehen.

Betroffen sind die Unternehmen Matesi, Consigua, Venprecar, Tabsa sowie die auch mit US-Kapital finanzierte Firma Orinoco Iron. Auch das Unternehmen Cerámicas Carabobo solle künftig vom Staat kontrolliert werden.

Die Unternehmen produzieren unter anderem Eisenbriketts und Röhren. Der linkspopulistische Staatschef betonte, dieser Bereich müsse verstaatlicht werden, darüber gebe es keine Diskussion. Es wird damit gerechnet, dass die Unternehmen in den nächsten Tagen unter Staatskontrolle kommen.

Gewerkschafter hatten vor Chávez' Ankündigung beklagt, dass die Arbeiter seit mindestens sechs Monaten keinen Lohn mehr erhalten hätten und die Produktion zudem praktisch zum Stillstand gekommen sei. Die Unternehmen müssten unter die Kontrolle der Arbeiter gebracht werden, begründete Chávez den Schritt.

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