Diplomatie

USA weisen Friedensvertrag-Vorstoss Nordkoreas zurück

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il (Archiv)

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il (Archiv)

Die USA haben den jüngsten Vorstoss Nordkoreas zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages zurückgewiesen. Die Führung in Pjöngjang solle zuerst wieder Verhandlungen über sein Atomprogramm aufnehmen, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, am Montag.

Erst wenn das kommunistische Land seine Atomwaffenambitionen aufgebe, könne über ein Friedensabkommen gesprochen werden. Nordkorea hatte zuvor genau das Gegenteil vorgeschlagen: Zuerst soll es nach dem Willen Pjöngjangs einen Friedensvertrag geben, dann soll über das Atomprogramm gesprochen werden.

Bedingung für die Wiederaufnahme der sogenannten Sechser-Gespräche über das Atomprogramm des Landes sei die Aufhebung von Sanktionen, erklärte das nordkoreanische Aussenministerium am Montag nach Angaben der Staatspresse. Bevor das Land seine Atomwaffen aufgebe, wolle es zudem einen Friedensvertrag mit den USA unterzeichen.

Nordkorea steht wegen seines Atomprogramms in der Kritik. Derzeit versuchen die USA, Pjöngjang zur Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche zu bewegen, aus denen das Land im April vergangenen Jahres ausgestiegen war.

Bei einem Besuch des US-Sondergesandten Steven Bosworth im Dezember zeigte sich Nordkorea offen für neue Verhandlungen, ein Termin wurde aber bisher nicht festgelegt. An den Gesprächen nehmen neben den Nord- und Südkorea die USA, Japan, China und Russland teil.

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