Nordkorea

USA und Japan legen UNO Sanktions-Listen für Nordkorea vor

Japans Uno-Botschafter Yukio Takasu

Japans Uno-Botschafter Yukio Takasu

Nach der Verurteilung des nordkoreanischen Raketenstarts durch den UNO-Sicherheitsrat haben die USA und Japan Listen mit möglichen Sanktionszielen vorgelegt.

Das teilte der türkische UNO-Botschafter Baki Ilkin, der die Arbeitsgruppe zu den beschlossenen Zwangsmassnahmen gegen Pjöngjang leitet, am Mittwoch am UNO-Sitz in New York mit.

Bei dem ersten Treffen der Gruppe hätten die Vertreter der USA und Japans mehrere nordkoreanische Unternehmen aufgelistet, deren Auslandsvermögen wegen ihrer Beteiligung an dem Raketenprogramm eingefroren werden sollten.

Einzelheiten zu den betroffenen Unternehmen nannte Ilkin nicht. Diplomaten zufolge stehen auf der US-Liste elf nordkoreanische Unternehmen. Die japanischen Liste enthält demnach mindestens 15 Namen. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist nun, die beiden Listen miteinander in Einklang zu bringen.

Nordkorea hatte trotz internationaler Proteste Anfang April nach eigenen Angaben einen Kommunikationssatelliten ins All geschossen. Die USA, Japan und Südkorea werfen Pjöngjang jedoch vor, in Wahrheit eine Langstreckenrakete mit einer Reichweite bis zur US-Westküste getestet zu haben.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte den Raketenstart am Montag nach zähem Ringen verurteilt und Zwangsmassnahmen gegen die Regierung in Pjöngjang angekündigt. Nordkorea zog sich als Reaktion aus den internationalen Gesprächen über sein Atomprogramm zurück und verwies die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) des Landes.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1