USA - Libanon

USA macht Unterstützung für Libanon von Regierung abhängig

Joe Biden (l.) und Michel Suleiman

Joe Biden (l.) und Michel Suleiman

Die USA wollen ihre weitere Unterstützung des Libanon von der Politik der künftigen Regierung abhängig machen. Dies kündigte US-Vizepräsident Joe Biden nach einem Treffen mit dem libanesischen Staatschef Michel Suleiman in Beirut an.

In Libanon stehen am 7. Juni Parlamentswahlen an. Aus dem Urnengang könnte die von Syrien und dem Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz als Siegerin hervorgehen. Washington stuft die Hisbollah als terroristische Organisation ein und unterstützt das anti-syrische Lager im Libanon. Die Hisbollah bezichtigt die USA, sich in die Angelegenheiten Libanons einzumischen.

Biden sicherte zugleich an einer gemeinsamen Medienkonferenz mit Suleiman den Menschen im Land die Unterstützung der USA zu. "Ich habe den Libanon nicht besucht, um mich auf eine Seite zu schlagen, sondern um den Bürgern unsere Unterstützung zu übermitteln", sagte er.

Es ist das erste Mal seit 1983, dass ein US-Vizepräsident in den Libanon reist. Damals hatte George Bush senior das Land besucht, nachdem bei Anschlägen auf US-Militärkasernen auch 241 US-Soldaten getötet worden waren.

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