Zudem sollen sie ihre Verwandten auf der kommunistisch regierten Insel in der Karibik mehr als bisher mit Geld unterstützen können. Ausserdem will Präsident Barack Obama US-Telefonfirmen gestatten, sich um Lizenzen auf Kuba zu bemühen. Ein Ende der seit 47 Jahren bestehenden Sanktionen ist damit jedoch nicht verbunden.

Obama habe die Ministerien für Auswärtiges, Finanzen und Handel angewiesen, die notwendigen Massnahmen zu treffen, um die Reisebeschränkungen aufzuheben, erklärte sein Sprecher Robert Gibbs. Mit den Erleichterungen erfüllt Obama ein Wahlkampfversprechen.

Befürworter des Schritts bezeichneten ihn als "bahnbrechend", die oppositionellen Republikaner haben dagegen Widerstand angekündigt.

Derzeit dürfen die in den USA lebenden Kubaner einmal im Jahr auf die Insel reisen und ihre Verwandten pro Person mit 1200 Dollar jährlich unterstützen. Die Milderung der Sanktionen betrifft etwa 1,5 Millionen Exil-Kubaner.

Unbegrenzte Heimatbesuche waren Exil-Kubanern zuletzt nur während der Präsidentschaft des Demokraten Jimmy Carter Ende der 70er Jahren erlaubt.

Mit den Erleichterungen signalisiert Obama auch eine neue Haltung gegenüber lateinamerikanischen Ländern, die seit langem auf ein Ende der Sanktionen gegen Kuba dringen.