Pikant: Diverse Projekte sind militärisch oder geheimdienstlich nutzbar, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

An der ETH Zürich finanziert die amerikanische Luftwaffe Air Force zurzeit eine dreijährige Doktorandenstelle mit 200'000 Dollar. Die Hochschule tüftelt mit den Geldern an der Verbesserung von Flügelstrukturen - nutzbar für die Weiterentwicklung von Flugzeugflügeln.

Die ETH Lausanne und die Universität Zürich erhielten je 80'000 Dollar für Studien über Datenverarbeitung. Ziel: effizienteres Verwalten und Durchsuchen von grossen Datensätzen. Alle betroffenen Hochschulen bestätigen die Zuschüsse aus dem Pentagon.

Gegenleistungen dafür gebe es nicht. Hochschulpolitiker von links bis rechts sind empört und fordern die sofortige Offenlegung der US-Zuschüsse. «Diese Kooperationen müssen gestoppt werden», sagt Felix Müri, Vizepräsident der Kommission für Wissenschaft Bildung und Kultur (WBK).

Es gehe ums Prinzip: «Es kann doch nicht sein, dass eine fremde Streitmacht bei vielen kleinen Projekten ihre Finger im Spiel hat.» Auch WBK-Präsident Matthias Aebischer (SP) spricht sich klar gegen die Annahme von Drittmitteln aus dem amerikanischen Militäretat aus.