9/11
US-Vereinigungen in der Schweiz empört über Verschwörungstheoretiker

Die Zweifel von Schweizer Politikern, Wissenschaftlern und Medienmachern an der offiziellen Darstellung der Ereignisse von 9/11 löst bei amerikanischen Vereinigungen in der Schweiz grosse Empörung aus.

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Alles inszeniert? Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001

Alles inszeniert? Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001

Keystone

Es handle sich um unhaltbare Verschwörungstheorien, sagt Martin Naville, Vorsitzender der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer gegenüber der Zeitung «Der Sonntag». Es sei «grotesk», dass die Theorien von den Schweizern «nachgeplappert» würden.

Naville meint namentlich Strategie-Experte Albert A. Stahel, die grünen Nationalräte Alec von Graffenried und Geri Müller, PR-Berater Klaus J. Stoehlker, Ex-Mister Glückskette Roland Jeanneret oder die Berner alt Regierungsrätin Dori Schaer. Sie alle unterstützen die Internetseite 911untersuchen.ch von Schaers Sohn Stephan. Er bezeichnet die offizielle Darstellung der Terror-Attacken als «nachweislich in vielen Punkten falsch».

Jeannerert doppelt nach

Zusammen mit den prominenten Schweizern fordert er eine «internationale und unabhängige Untersuchungskommission». Im Gespräch mit dem «Sonntag» doppelte Roland Jeanneret am Mittwoch nach und erklärte, die US-Behörden hätten «von den Anschlägen gewusst, sie aber bewusst nicht verhindert oder sogar nachgeholfen». So sei der Einsturz der Twin Towers sei nur möglich gewesen, «wenn sie gesprengt wurden». Die Schäden beim Pentagon stammten zudem «nicht von einem Flugzeugabsturz, sondern wurden künstlich erzeugt».

Für Eric Scherer vom «American Club of Zürich» zeigt sich darin «der latente und offene Anti-Amerikanismus, den ich mittlerweile seit 40 Jahren in Europa immer wieder neu erleben darf». Handelskammer-CEO Naville erwartet von Jeanneret und Co., jetzt «ein Minimum an Zurückhaltung und Pietät».