Die Regierung habe die Sicherheitskräfte unter Kontrolle und die Menschenrechte würden respektiert, schreibt das US-Aussenministerium im Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Justizorgane seien mit wirksamen Mitteln ausgerüstet, individuelle Missbräuche zu untersuchen und zu bestrafen.

Kritisiert werden im Jahresrapport Fälle von übermässiger Polizeigewalt. So wird ein Bericht des Antifolterkomitees des Europarates zitiert, der 2008 Übergriffe von Polizisten - vor allem in Genf - anprangerte. Der Genfer Polizei würden darin brutale Praktiken wie Faustschläge, Fusstritte, Würgetechnicken, Knüppeleinsätze und Tränengas-Missbrauch vorgeworfen, heisst es.

Gewalt gegen Frauen und Kindsmissbrauch seien ein Problem. 2007 seien 4243 Fälle von sexuellen Übergriffen gegen Kinder - meistens Mädchen unter 18 Jahren - gemeldet worden.

Die Religionsfreiheit werde generell respektiert. Doch islamische Organisation hätten sich über Diskriminierung bei der Bewilligung von Baugesuche für Moscheen und Minarette sowie Islamische Friedhöfe beschwert. Beobachter seien zudem besorgt über die gesellschaftliche Diskriminierung religiöser Minderheiten wie Muslime und Juden.

Erwähnt wird auch die Kritik der UNO und von Nichtregierungsorganisationen an den neuen Asylgesetzen der Schweiz. Zitiert wird in diesem Zusammenhang die Eidg. Kommission gegen Rassismus, die den Behörden empfiehlt, das System auf "potentiell diskriminierende Auswirkungen" zu untersuchen.