USA

US-Defizit im abgelaufenen Budgetjahr auf Rekordstand gestiegen

Krise Schuld an rekordhohem Defizit in den USA

Krise Schuld an rekordhohem Defizit in den USA

Die USA haben im abgelaufenen Haushaltsjahr ein Rekorddefizit von 1,417 Billionen Dollar verzeichnet. Wie das Finanzministerium in Washington bekannt gab, entsprach der Fehlbetrag im Haushalt etwa zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Dies entspricht dem höchsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Haushaltsjahr 2008/2009 war am 30. September zu Ende gegangen. Das Defizit lag leicht unter der letzten Schätzung der US-Regierung, die 1,58 Billionen Dollar vorhergesagt hatte.

Im Haushaltsjahr 2007/2008 hatte das Defizit noch lediglich 3,2 Prozent des BIP betragen. Das Finanzministerium führte die dramatische Zunahme des Fehlbetrags auf sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben infolge der schweren Wirtschaftskrise zurück.

Steuereinnahmen seien zurückgegangen, während die staatlichen Ausgaben für das Konjunkturpaket, die Rettung des Finanzsektors und die Sozialprogramme in die Höhe geschossen seien.

Die Steuereinnahmen seien im Vergleich zum vorangegangenen Budgetjahr um 16,6 Prozent eingebrochen, präzisierte das Finanzministerium. Sie machten damit nur noch 14,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus - so wenig wie seit 50 Jahren nicht mehr.

Die staatlichen Ausgaben stiegen auf einen Wert von 24,8 Prozent des BIP, nach 18,2 Prozent im vorigen Haushaltsjahr. Für das laufende Haushaltsjahr 2009/2010 erwartet das Budgetamt des Weissen Hauses ein noch höheres Defizit von 1,502 Billionen Dollar (10,4 Prozent des BIP).

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