Afrika-Reise

US-Aussenministerin Clinton prangert Korruption in Afrika an

US-Aussenministerin Hillary Clinton

US-Aussenministerin Hillary Clinton

Zum Auftakt ihrer ersten Afrika-Reise hat US-Aussenministerin Hillary Clinton Korruption und schlechte Regierungsführung als ein Haupthindernis für die Fortentwicklung auf dem Kontinent angeprangert.

Bei der Eröffnung einer Konferenz in der kenianischen Hauptstadt Nairobi betonte Clinton, die US-Regierung messe Afrika grosse Bedeutung bei. Sie wandte sich dagegen, Afrika einseitig mit "Klischees" wie Armut, Hunger und Krankheit zu verbinden.

"Wirklicher wirtschaftlicher Fortschritt" hänge aber von "verantwortungsvollen Regierungen ab, die Korruption ablehnen, die Anwendung der Gesetze durchsetzen und Resultate hervorbringen", sagte sie.

Investoren würden nur von solchen Staaten angezogen, die sich daran hielten. Bei der von Clinton eröffneten Konferenz geht es um einen leichteren Zugang der afrikanischen Länder südlich der Sahara zum US-Markt.

Die Regierung in Washington hat der amerikanischen Afrika-Politik neues Gewicht verliehen. Der erst seit Januar amtierende Präsident Barack Obama hatte vor drei Wochen Ghana als ein gutes Beispiel für ein demokratisch geführtes Land besucht.

Am Donnerstag will die US-Aussenministerin in Nairobi Somalias Präsidenten Sheikh Sharif Ahmed treffen, in dessen Land ein Bürgerkrieg zwischen der Regierung und islamistischen Milizen tobt. Auf der elftägigen Reise will sie auch Südafrika, Angola, die Demokratische Republik Kongo, Nigeria, Liberia und Kap Verde besuchen.

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