"Es darf nicht sein, dass das Regierungskollegium durch die Landammannwahl gespalten wird", schrieb Bär in der Mitteilung. Sie hatte beim Urnengang 18 Stimmen weniger erhalten als Parteikollege Roger Nager. Beide verpassten das absolute Mehr. Der Baudirektor war im Vorfeld von der SVP als Alternative zu Bär portiert worden.

In Uri ist es Brauch, dass der scheidende Landammann von dessen Stellvertreter, dem Landesstatthalter, beerbt wird. Als Nachfolgerin des amtierenden Landammanns Beat Jörg (CVP) wäre gemäss Turnus Frau Landesstatthalter Bär an der Reihe gewesen. Sie eckte wegen ihrer Asyl- und Sozialpolitik an. Nicht nur in der SVP sondern auch in der CVP war Bär umstritten. Die Partei entschied sich dann aber knapp zugunsten Bärs.

Der Regierungsrat müsse die wichtigen Aufgaben in den kommenden zwei Jahren geeint und als gut funktionierendes Gremium anpacken können, schrieb Bär. Dem ordne sie ihre persönliche Bereitschaft, das Landammannamt zu übernehmen, unter und sie habe sich daher entschieden, auf eine Kandidatur für den zweiten Wahlgang zu verzichten.

Anders als in den meisten Kantonen wählt im Kanton Uri nicht das Parlament den Landammann sondern das Volk. Und zwar alle zwei Jahre.