Wahlen 2019

Urner Regierungsrätin Z'graggen zieht's in den Ständerat

Möchte in den Ständerat: die Urner CVP-Regierungsrätin und frühere Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen. (Archivbild)

Möchte in den Ständerat: die Urner CVP-Regierungsrätin und frühere Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen. (Archivbild)

Die Urner CVP-Regierungsrätin und erfolglose Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen will Ständerätin werden. Sie möchte ihren Parteikollegen Isidor Baumann ablösen, der sich bei den eidgenössischen Wahlen im Oktober für keine weitere Amtszeit zur Verfügung stellt.

Die seit 2004 amtierende Urner Justizdirektorin bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Medienberichte. Sie habe ihr Interesse am Amt dem Parteipräsidenten der CVP Uri mitgeteilt.

Sie würde gerne als Ständerätin einen Beitrag dazu leisten, die Schweiz in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, erklärte Z'graggen. Dank ihren Erfahrungen als Regierungsrätin und als Mitglied verschiedener interkantonaler Gremien kenne sie die Anliegen und Bedürfnisse des Kantons Uri und der Kantone.

Bereits einmal für Ständerat kandidiert

2010 verpasste Z'graggen bei einer ersten Kandidatur den Sprung in den Ständerat. Würde sie gewählt, wäre sie die zweite Frau, die für den Kanton Uri im eidgenössischen Parlament Platz nähme. Die bisher einzige Urnerin auf dem nationalen Parkett war FDP-Nationalrätin Gabi Huber.

Wird Z'graggen im Oktober 2019 in den Ständerat gewählt, will sie auf Ende Mai 2020 aus der Kantonsregierung zurücktreten; zum Ende der Legislatur. Dies sei im Kanton Uri bereits von anderen amtierenden Regierungsräten, die in den National- oder Ständerat gewählt wurden, so gehandhabt worden, teilte Z'graggen mit.

Vor fünfzehn Jahren schaffte Z'graggen als 38-Jährige auf Anhieb die Wahl in die Urner Regierung, mit einem Glanzresultat. Sie sass unter anderem von 2007 bis 2016 im Parteipräsidium der CVP Schweiz, 2016/2017 präsidierte sie die Zentralschweizer Regierungskonferenz. Seit Anfang 2018 ist sie Präsidentin der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission.

Viola Amherd unterlegen

Die frühere Lehrerin und promovierte Politikwissenschaftlerin hatte im Dezember erfolglos für die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard kandidiert. Die Exekutivpolitikerin aus Erstfeld ohne Hausmacht in Bern unterlag bei der Wahl durch das Parlament der Walliser Anwältin und Notarin Viola Amherd.

Die 53-jährige Z'graggen ist unverheiratet, hat keine Kinder und lebt seit zehn Jahren in einer Partnerschaft mit dem Zürcher SVP-Politiker und ZKB-Bankrat Bruno Dobler.

Der bisherige Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann will im Herbst aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. Der 63-Jährige aus Wassen war 2011 gewählt worden. Die CVP will den Sitz als grösste Urner Partei verteidigen. Weitere mögliche Kandidaturen sind bislang nicht bekannt. Zweiter Urner Ständerat ist Josef Dittli (FDP).

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