Bernischer Grosser Rat

Unterstützung für harte Haltung der Berner Regierung zur Jurafrage

Moutier soll im Kanton Bern bleiben

Moutier soll im Kanton Bern bleiben

Die grosse Mehrheit des Bernischen Grossen Rates unterstützt die Berner Regierung in ihrer harten Haltung gegen einen neu formierten Kanton Jura. Der Berner Jura muss nach dem Willen des Kantonsparlaments bei Bern bleiben.

Es gab zwar keine Abstimmung über die Erklärung des Regierungsrates zum Schlussbericht der Interjurassischen Versammlung (AIJ). Die Mehrheitsverhältnisse waren auch so erdrückend: Mit Ausnahme der kleinen Gruppe der Autonomisten stellten sich die Sprecher aller Fraktionen von links bis rechts hinter die rot-grüne Regierung.

Im Mai hatte die AIJ in ihrem Schlussbericht zwei Zukunftsszenarien für den Kanton Jura und den Berner Jura skizziert: eine verstärkte Zusammenarbeit über die bestehenden Kantonsgrenzen hinweg (Status quo+) oder den Wechsel der drei bernjurassischen Bezirke vom Kanton Bern zu einem vollständig neu konzipierten Kanton Jura.

Regierungsrat Philippe Perrenoud erneuerte seine Kritik, der Schlussbericht der AIJ sei zwar interessant, aber einseitig. So werde etwa das Sparpotenzial eines einzigen grossen Kantons Jura zu optimistisch eingeschätzt, ebenso das wirtschaftliche Entwicklungspotenzial.

Nur teilweise eingegangen werde zudem auf den Sonderstatus, insbesondere auf die Arbeit und Rolle des Bernjurassischen Rats (BJR). Das Modell Status quo+ biete die beste Gewähr für weitere Verbesserungen in der interjurassischen Zusammenarbeit.

Mehrfach wurde in der Debatte davor gewarnt, den Trumpf der Zweisprachigkeit aus der Hand zu geben.

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