Schwere Krankheit

Unternehmer und YB-Besitzer Andy Rihs (†75) ist tot

Einer der grössten Sportmäzene der Schweiz ist nicht mehr. Andy Rihs verstarb im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit.

Der Schweizer Hörgeräte-Unternehmer Andy Rihs ist tot. Er verstarb im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit in Frankreich. Rihs litt am Myelodysplastischen Syndrom (MDS), einer Knochmarkerkrankung und Vorstufe von Leukämie. 

Rihs war während Jahrzehnten CEO des Hörgeräteherstellers Phonak, der heute Sonova heisst. Er übernahm das Geschäft 1966 zusammen mit seinem Bruder Hans-Ueli und einem weiteren Geschäftspartner vom Vater. Heute heisst Phonak Sonova und macht über zwei Milliarden Franken Umsatz pro Jahr, ist damit Weltmarktführer im Bereich Hörgeräte.

Rihs zog sich 2015 aus dem Sonova-Verwaltungsrat zurück. Danach steig er in die Wein-Produktion ein. "Mein Ziel ist das Leben", sagte er damals in einem Interview.

Aktiv im Fussball und Radsport

Rihs war auch Geldgeber des Berner Fussballklubs Young Boys. Ausgerechnet den ersten Titel seit mehr als 30 Jahren, den YB wohl gewinnen wird, kann er nicht mehr miterleben. Das Schweizer Fussballgeschäft mischten er und sein Bruder auf, als sie um die Jahrtausendwende Besitzer des neuen Stade de Suisse in Bern und von YB wurden.

Auch im Radsport war Rihs ein bekannter Name: Phonak stieg 2000 mit einem Profi-Team, das er leitete, in die höchste Kategorie ein. Ausserdem übernahm er die Grenchner Velomarke BMC im selben Jahr.

2006 wurde das Phonak-Team nach mehreren Doping-Fällen aufgelöst. Kurze Zeit später stieg Rihs mit BMC in den Profi-Sport ein. Einen der grössten Erfolge feierte er 2011, als Cadel Evans die Tour de France gewann.

Was Milliardär Andy Rihs am Herzen lag

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Der Zürcher Unternehmer Andy Rihs ist mit 75 verstorben. Wo der Milliardär und Sportfan seine Leidenschaft sah.

(mwa/sda)

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