Zukunftscafé Niederlenz
«Uns interessiert die Zukunft»

Es blieb nicht bei unverbindlichen Vorsätzen, ganz im Gegenteil. Das «Zukunftscafé» in Niederlenz ergab einige konkrete Projektideen, die man weiterverfolgen will.

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Zukunftscafé Niederlenz

Zukunftscafé Niederlenz

Lenzburger Bezirks-Anzeiger

Hubert Keller

Mit rund 50 Frauen und Männern versammelte das «Zukunftscafé» den harten Kern der 4100 Einwohner. Wirklich verwundern konnte das niemanden, auch Gemeindeammann Maurice Humard nicht. «Es sind halt doch immer die Gleichen, die an der Gestaltung der Gemeinde und des dörflichen Lebens aktiv mitarbeiten.» Peter Schmid, einer der Teilnehmenden, gab zu bedenken, dass es durchaus legitim sei, wenn man nicht aktiv partizipieren und trotzdem zufrieden im Dorf leben und wohnen wolle. «Aber auch die Abwesenden haben Wünsche.»

Die Zeit, in der ich lebe

Maurice Humard zitierte zur Begrüssung im «Zukunftscafé» Albert Einstein: «Mich interessiert die Zukunft, denn das ist die Zeit, in der ich leben werde.» Der Gemeinderat erachtete es als angebracht, dass sich die Gemeinde - insbesondere nach den zum Teil harten Auseinandersetzungen um das gescheiterte Fusionsprojekt mit Lenzburg - Gedanken über ihre Zukuft macht.

Bevor man sich an die konkrete Ideenarbeit machte, notierten die Teilnehmenden, was sich verändern beziehungsweise was gut ist und deshalb erhalten bleiben sollte. Zufrieden stellte Maurice Humard fest, dass die ideellen Kriterien, die «Software», wie er meinte, offenbar stimmen, auch wenn man sich durchaus mehr freiwilliges Engagement wünscht. Allerdings attestiert man der Gemeinde auch gesunden Menschenverstand, ein familiäres Klima oder Offenheit für Neues.

Die Gäste des «Zukunftscafés», moderiert von Barbara Leuner und Dominik Ruppen, Unternehmens- und Organisationsentwicklung, diskutierten in einem konstruktiven, angeregten und guten Klima. Fünf, sechs Projekte mit konkreten Ansätzen wurden entwickelt: So die Idee eines festen Organisationskomitees, das sich der Dorffeste annimmt, Feste, die den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft stärken. Ein weiteres Thema war der Bereich Jugendarbeit und Jugendhaus. Auch ein Café als Treffpunkt der Bevölkerung mangelt dem Dorf.

Es soll ein Littering-Tag organisiert werden, um die Bürger zu sensibilisieren und in Bezug auf die Sauberkeit des Dorfes in die Pflicht zu nehmen. Dass auch ein Littering-Tag der Stärkung der Dorfgemeinschaft und des Dorfklimas dienen kann, versteht sich von selbst.

Nichts zu teuer

«Es sind keine teuren Projekte, die man realisieren möchte», stellte Maurice Humard bilanzierend fest. Die grossen kostenintensiven Projekte, Sanierung der Hauptstrasse, Sportanlagen, Dorfplatz, sind bereits auf dem Weg.

Überrascht hat den Gemeindeammann, dass niemand die Senkung des Steuerfusses forderte. Man will die Leistungen der Gemeinde erhalten, nicht schmälern und erachtet es eher als «Marketinginstrument», wenn der Steuerfuss um ein Prozent gesenkt werden könnte. 119 Prozent machen sich besser als 120.

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