Frankreich

Unruhen in Frankreich - Jugendliche zünden Autos und Mülltonnen an

Elf Autos in Brand gesetzt (Archiv)

Elf Autos in Brand gesetzt (Archiv)

In der nordfranzösischen Stadt Amiens sind Jugendliche nach dem Tod eines Motorradfahrers mit der Polizei aneinandergeraten. Elf Autos und 30 Mülltonnen gingen über Nacht in Flammen auf, wie die Behörden mitteilten.

Eine Polizeiwache wurde durch einen beginnenden Brand beschädigt. Dutzende Polizisten waren demnach nötig, um die Ordnung wiederherzustellen; teils wurden sie mit Steinen beworfen.

Ein Polizist sei vorübergehend im Spital behandelt worden, nachdem Vermummte ihn angefahren hätten. Auch in Evry südlich von Paris musste die Polizei Krawalle auflösen. Die Polizeigewerkschaft Alliance forderte "dringend Lösungen für die Probleme der Vorstadtgewalt".

Die Unruhen in Amiens seien offenbar durch das Gerücht ausgelöst worden, dass der Motorradfahrer bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei verunglückt sei, erklärte die Präfektur. Der 19-Jährige starb am Donnerstagmorgen im Spital, nachdem er tags zuvor mit einem anderen jungen Mann zusammengestossen war.

Der andere Fahrer, der ohne Verletzung davonkam, fuhr nach Angaben der Polizei unter dem Einfluss von Rauschgift auf seinem Quad. Die beiden jungen Männer lieferten sich demnach ein Rennen.

Die Polizeigewerkschaft Alliance wies darauf hin, dass die Gewalt in den Vorstädten ständig zunehme und dass die Angriffe auf die Polizei "immer schwerwiegender" würden.

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