UNO-Vetomächte ringen um Nordkorea-Resolution

Japanischer UNO-Botschafter Yukio Takasu

Japanischer UNO-Botschafter Yukio Takasu

Das Tauziehen im UNO-Sicherheitsrat um eine Verurteilung des nordkoreanischen Raketenstarts dauert an. Während die USA und Japan weiterhin auf eine Resolution dringen, zeigte sich die Vetomacht China nicht dazu bereit.

"Einen Satelliten zu starten, ist etwas anderes als eine Rakete zu testen oder einen Atomtest vorzunehmen", sagte die Sprecherin des chinesischen Aussenministeriums, Jiang Yu. Alle Beteiligten sollten einen kühlen Kopf bewahren.

Zuvor hatte der stellvertretende US-Aussenministeriumssprecher Robert Wood erklärt, die Angelegenheit sei kompliziert, "und es wird Zeit brauchen".

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow wandte sich gegen "übereilte Schlussfolgerungen", bevor die technischen Details des nordkoreanischen Raketenstarts klar seien. Russland sei besorgt. Nun komme es darauf an, alle Seiten zur Einhaltung bestehender Abkommen aufzufordern.

Die UNO-Botschafter der Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien waren am Montagabend zu weiteren Verhandlungen mit Japan am UNO-Hauptsitz in New York zusammengekommen, vertagten sich nach gut eineinhalb Stunden aber auf Dienstag.

Japans UNO-Botschafter Yukio Takasu sprach nach dem Treffen hinter verschlossenen Türen am Montagabend von einer Annäherung in einigen Punkten.

Es sei derzeit nicht abzusehen, wie die weiteren Beratungen verlaufen werden, sagte der japanische Aussenminister Hirofumi Nakasone am Dienstag in Tokio. Eine Verletzung von Resolutionen dürfe nicht unbeantwortet bleiben, ansonsten sieht er die Autorität des UNO-Sicherheitsrats in Gefahr.

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