Sri Lanka

UNO-Sonderbeauftragter bemängelt langsame Rückkehr der Vertriebenen

Flüchtlingslager in Sri Lanka (Archiv)

Flüchtlingslager in Sri Lanka (Archiv)

Laut dem UNO-Sonderbeauftragen für intern Vertriebene, dem Schweizer Walter Kälin, geht die Rückkehr der durch den Bürgerkrieg in Sri Lanka Vertriebenen zu langsam vor sich. Die überfüllten Flüchtlingslager drohten durch Monsunregen überschwemmt zu werden, warnte Kälin.

Der Flüchtlingsexperte hatte sich Ende September in den Flüchtlingslagern im Norden Sri Lankas ein Bild über die Lage gemacht, bevor er in Colombo mit den Behörden zusammentraf. Nach seiner Rückkehr zeigte sich Kälin "sehr besorgt" über die Zustände in den Lagern.

"Die Bewegungsfreiheit der über 250'000 Vertriebenen in den geschlossenen Lagern ist stark eingeschränkt", sagte Kälin. Er verurteilte die Langsamkeit, mit der die Rückkehr der Menschen vorangetrieben wird.

Kälin forderte von der Regierung in Colombo, dass Massnahmen ergriffen werden, um die Situation in den überfüllten Camps zu verbessern. Die vertriebenen Tamilen müssten die Erlaubnis erhalten, in Freiheit und in Sicherheit in ihre Häuser zurückzukehren.

Sorgen bereitet dem Schweizer UNO-Experten auch der bevorstehende Monsun. Die Lager seien nicht für die zu erwartenden starken Regenfälle ausgerüstet, warnte Kälin. Überschwemmungen könnten die Gesundheit und sogar das Leben der Vertriebenen bedrohen.

Beunruhigt zeigte sich der Sonderbeauftragte auch über einen bewaffneten Konflikt Ende September. Als sich zwei Vertriebene von einem Lager in ein anderes begeben wollten, seien sie durch Schüsse verletzt worden.

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