Die Aktionen zielen vor allem auf die Entwicklungsländer, wo 90 Prozent der Verkehrstoten registriert würden. Die Weltorganisation hofft aber nicht nur auf Sicherheitsprogramme in der Dritten Welt, sondern auch auf Geldgeber in den westlichen Staaten.

"Jedes Jahr sterben 1,3 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen", sagte Etienne Krug von der Weltgesundheitsorganisation WHO. "Zudem werden 22 Millionen verletzt. Wir reden dabei von Menschen, die den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen müssen oder unter anderen bleibenden Verletzungen leiden."

Betroffen seien vor allem arme Länder, sagte Krug. "Das sind aber gerade die Länder, die am schnellsten wachsen. Das bedeutet: Mehr Strassen, mehr Autos, mehr und neue Fahrer. Das Problem würde also wachsen, wenn wir nichts tun."

Prognosen würden aber deutlich machen, dass bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Menschen das Leben gerettet werden könne. Die Zahl der Verletzten in den nächsten zehn Jahren könne um insgesamt 50 Millionen gesenkt werden.

Sonderbotschafterin der Aktion soll die Schauspielerin Michelle Yeoh werden. "Jeden Tag werden 2000 Kinder im Schulalter auf den Strassen der Welt getötet oder schwer verletzt. Alle Prognosen gehen davon aus, dass sich diese Zahl in den nächsten Jahren verdoppelt", sagte sie. Jetzt müsse gegengesteuert werden.