UNO-Kommissarin dringt auf aktive Teilnahme an Rassismus-Konferenz

Pillay will Misstöne vermeiden

Pillay will Misstöne vermeiden

Die UNO-Menschenrechtskommissarin, Navanethem Pillay, will sich für einen Erfolg der UNO-Nachfolgekonferenz zum Thema Rassismus einsetzen. «Ich fordere alle Regierungen und alle anderen Interessenvertreter auf, aktiv in diesem Prozess (...) teilzunehmen», sagte sie.

Sie wolle alles tun, um bei der Konferenz im April in Genf Misstöne zu vermeiden, sagte Pillay bei der Eröffnung einer neuen Sitzung des UNO-Menschenrechtsrates in Genf.

Die so genannte Nachfolgekonferenz des Weltgipfels gegen Rassismus von 2001 in Durban (Südafrika) steht in der Kritik. Die US-Regierung sowie Kanada und Israel wollen sie boykottieren, wenn nicht wesentliche Änderungen am geplanten Schlussdokument vorgenommen werden.

Die USA stossen sich daran, dass Israel als einzelnes Land in dem Entwurf wegen der Besetzung der Palästinensergebiete kritisiert wird. Israel werde damit auf unfaire Weise "herausgesondert".

Es sei die Pflicht der Staaten, ungeachtet ihres politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Systems alle Menschenrechte zu fördern und zu schützen, sagte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte. "Eine überzeugendes Ergebnis der Konferenz und darüber hinaus hängt von der grundsätzlichen Bereitschaft aller Staaten ab, einen Konsens zu suchen."

Die Konferenz in Genf knüpft an den Weltgipfel von Durban an, von dem sich die USA und Israel ebenfalls zurückgezogen hatten, weil sie eine anti-israelische Voreingenommenheit sahen. Die UNO hatte sich intensiv um eine Teilnahme der neuen Regierung unter Barack Obama bemüht.

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