Chemikalienkonferenz

UNEP-Chef Steiner warnt vor hochgiftigen Chemikalien

Chemikalienkonferenz in Genf mit Steiner

Chemikalienkonferenz in Genf mit Steiner

Der Leiter des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, hat sich für eine kontinuierliche Ausweitung des Verbots gefährlicher Chemikalien ausgesprochen. Damit könnten Millionen von Menschenleben gerettet werden, sagte Steiner anlässlich der Chemiekalienkonferenz in Genf.

150 Vertragsstaaten der Stockholmer Konvention debattieren seit Montag über eine Aufnahme neuer Stoffe in die Verbotsliste der schwer abbaubaren organischen Schadstoffe (POPs). Die Stockholmer Konvention verbietet bislang die Anwendung von zwölf gefährlichen Stoffen.

Die Vertragsstaaten haben sich auf die weltweite Eliminierung von DDT geeinigt. Im Kampf gegen die Malaria soll das Insektizid bis spätestens 2020 durch umweltfreundliche Methoden ersetzt werden.

Unter der Leitung des globalen Umweltfonds (GEF), des UNO-Umweltprogramms (UNEP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in den nächsten Jahren 40 Millionen Dollar in den Aktionsplan gesteckt. In rund 40 Ländern sollen Alternativen zu DDT getestet werden.

Am Abend wurde in Genf der Entscheid über ein Verbot von neun weiteren Chemikalien erwartet. Der Generalsekretär der Stockholmer Konferenz, Donald Cooper, erinnerte daran, dass diese Substanzen über weite Strecken transportiert werden, so dass sie sich fern ihrer Verwendungsorte anreichern können.

Sie gelangen durch die Nahrungskette oft in gefährdete Tierarten und letztendlich auch in den Menschen. Die Stoffe haben Auswirkungen auf das Hormonsystem und bewirken Fehlbildungen in Nachkommen.

Als Beispiel nannte der UNEP-Chef umweltverträgliche Alternativen zum Insektizid DDT. Pilotversuche hätten gezeigt, dass es möglich sei, Malaria-Mücken mit anderen Mitteln zu bekämpfen.

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