Kloster Einsiedeln

Umstrittener Abt Martin Werlen gibt Leitung des Klosters Einsiedeln ab

Martin Werlen tritt auf Ende des Jahres als Abt von Einsiedeln ab (Archivbild)

Martin Werlen tritt auf Ende des Jahres als Abt von Einsiedeln ab (Archivbild)

Die zwölfjährige Amtszeit von Abt Martin Werlen als Vorsteher der Klöster Einsiedeln und Fahr läuft Ende 2013 aus. Der 50-Jährige hat Papst Benedikt XVI. gebeten, sein Rücktrittsgesuch anzunehmen.

Werlen will danach in die Reihe der Mitbrüder zurückkehren, wie das Kloster Einsiedeln mitteilte. Kurz vor seiner Wahl war beschlossen worden, die Amtszeit auf zwölf Jahre zu beschränken. Werlen tritt also aufgrund der Amtszeitsbeschränkung zurück, die laut der Mitteilung im Jahre 2001 eingeführt wurde.

Für ihn sei von Anfang an klar gewesen, dass er diesen Dienst 12 Jahre wahrnehmen und dann an einen Mitbruder weitergeben werde, steht in der Mitteilung. Genau das macht Werlen nun.

Abt Martin Werlen schaue dankbar auf die bisherige spannende Amtszeit zurück, heisst es im Schreiben weiter..Er sei sich bewusst, dass viele im In- und Ausland ihn als Hoffnungsträger wahrnehmen. Werlen will sich laut Schreiben weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen mit neuem Mut miteinander die Glut unter der Asche entdecken. Nach seiner Amtszeit wird er sich in der Klostergemeinschaft dort engagieren, wo der neue Abt ihm Aufgaben anvertraut.

Doch Werlen hat sich auch zu weltlichen Themen geäussert und ist damit durchaus auch angeeckt. Zuleltzt machte er sich zusammen mit linken Parteien und Gewerkschaften gegen längere Öffenungszeiten bei Tankstellenshops stark. Auch kirchenintern stiess er mit der Forderung nach eine Lockerung des Zöllibats auf Widerstand.

Für grosses Aufsehen sorgte vor einem Jahr auch sein Sportunfall. Werlen war beim Squash-Spielen mit dem Kopf gegen eine Wand geprallt und schwebte danach in Lebensgefahr.

Der Abt wurde am 10. November 2001 zum 58. Vorsteher des im Jahr 934 gegründeten Benediktinerklosters gewählt.

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