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Umstellung bei Google führt zu Blockade in China

Google nutzt Werbefläche auf einem Bus in Peking

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Die Nichtverfügbarkeit der Suchmaschine Google in weiten Teilen Chinas ist höchstwahrscheinlich auf eine technische Umstellung seitens des US-Internetkonzerns zurückzuführen. Das teilte Google mit.

Vielen Nutzern in China sei es nicht möglich gewesen, Internetsuchen über die Hongkonger Google-Seite durchzuführen. "Diese Blockade scheint durch eine Umstellung auf Seiten Googles verursacht worden zu sein", hiess es in der Mitteilung weiter. Man arbeite an der Lösung des Problems.

Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass die Regierung in Peking den Zugang zur Google-Suche von China aus nun offenbar endgültig blockiere.

Auslöser soll jedoch die Zeichenfolge RFA in einem neuen Programmcode der Google-Suchanfragen sein. Dieser würde von der chinesischen Internetzensur - der sogenannten "Great Firewall" - offensichtlich als Abkürzung für Radio Free Asia interpretiert, was zu einer Blockade der Ergebnisseiten führe.

Der von den USA finanzierte Radiosender, der Programme in ganz Zentral- und Südostasien ausstrahlt, wird von der Regierung in Peking ebenfalls nach Kräften blockiert.

Google hatte Anfang des Jahres angekündigt, die staatlich verordnete Zensur seiner chinesischen Suchmaschine beenden zu wollen. Seit einer Woche werden die Suchanfragen aus China auf die Google-Seite in Hongkong umgeleitet, um so der Zensur ein Stück weit zu entgehen.

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