Minarette

Umfrage: Anti-Minarett-Initiative hat einen schweren Stand

Minarett-Frage spaltet das Volk (Archiv)

Minarett-Frage spaltet das Volk (Archiv)

Die Anti-Minarett-Initiative dürfte in der Schweiz keinen einfachen Stand haben. In einer repräsentativen Umfrage haben sich 49 Prozent der Befragten dagegen ausgesprochen. 37 Prozent sagen Ja und 14 Prozent sind noch unentschlossen.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Isopublic im Auftrag der Zeitung "reformiert" bei 1000 Personen in der Deutsch- und Westschweiz zwischen dem 25. März und dem 4. April gemacht.

Die Ablehnung zieht sich durch alle Altersgruppen, Geschlechter und Konfessionen. Junge, Männer, Begüterte, Städter und Konfessionslose lehnen das Volksbegehren noch deutlicher ab als beispielsweise Frauen, die Landbevölkerung oder Menschen mit bescheidenem Einkommen.

Zuspruch erhält die Initiative vorwiegend aus SVP-nahen Kreisen. Wer etwa der SP nahe steht, lehnt die Initiative entschieden ab. FDP- und CVP-Wähler sind ebenfalls dagegen.

Als Gründe für ihre ablehnende Haltung geben über 40 Prozent das Recht auf Religionsfreiheit an. Gut 23 Prozent sind der Meinung, die Schweiz müsse in dieser Frage Toleranz zeigen, und jeder Achte hält die Initiative für unnötig, weil sie keine Lösung bringe.

Die Befürworter führen unter anderem ins Feld, dass Minarette nicht in die Schweiz passten oder dass islamische Länder den Bau christlicher Kirchen ebenfalls verböten. Auch die Angst vor zu grossem Einfluss des Islam wird genannt.

Bemerkenswert ist auch, dass von den Befragten 17 respektive 18 Prozent keine Gründe angaben, warum sie für oder gegen das Begehren sind. Die Abstimmung über die Anti-Minarett-Initiative findet frühestens im November statt.

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