Die Familie kann bei ihrer Rückkehr auf die Hilfe der evangelischen Freikirche "Eglise Evangélique de Réveil (EER)" von Martigny VS zählen. Die Kirche hat laut Angaben von Pfarrer Philippe Rothenbühler eine Geldsammlung gestartet.

Der genaue Zeitpunkt der Rückkehr ist noch nicht festgelegt. Die benötigten Papiere wurden aber inzwischen angefordert. Mit dem gesammelten Geld soll der Mutter von sieben Kindern in der Ukraine der Aufbau einer neuen Existenz ermöglicht werden.

Die Walliser Behörden, die die Flüchtlingsfamilie nach ihrer Odyssee in den Tessiner Bergen vorläufig aufgenommen hatten, zeigten sich auf Anfrage erleichtert über diese Wendung, wie Françoise Gianadda, Chefin der Direktion für Bevölkerung und Migration erklärte.

Im vergangenen Juni hatte das Bundesamt für Migration das Asylgesuch der Familie abgelehnt. Der Entscheid war anschliessend vom Bundesverwaltungsgericht gestützt worden.

Laut dem Urteil der Richter in Bern droht den Betroffenen bei einer Rückkehr keine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung. Die Ukraine sei vom Bundesrat als save country anerkannt worden.