Premiere

Ueli Maurer will Stehvermögen von Feuerwehr und Polizei testen

An der Medienkonferenz: Bundesrat Ueli Maurer (Mitte) informiert über die geplante šUbung

An der Medienkonferenz: Bundesrat Ueli Maurer (Mitte) informiert über die geplante šUbung

Verteidigungsminister Ueli Maurer plant eine grosse Übung: 2014 soll die Schweiz testen, ob sie für den Katastrophenfall gerüstet ist. Das Szenario ist noch offen. Fest steht lediglich, dass alle Akteure eingebunden werden sollen.

Eine vergleichbare Übung habe es noch nicht gegeben, sagte Maurer am Montag vor den Medien in Bern. Früher habe es sogenannte Gesamtverteidigungsübungen gegeben, in welchen die Armee die Hauptrolle gespielt habe. In die Sicherheitsverbundübung von 2014 seien dagegen alle Partner gleichberechtigt eingebunden.

Mitspielen sollen namentlich die Exekutiven von Kantonen und Gemeinden. In Übungen der Vergangenheit habe oft ein Sekretär den Regierungsrat gespielt, erklärte Maurer. In der geplanten Übung werde der Regierungsrat sich selbst spielen und Entscheide fällen.

Das Unmögliche denken

Die Übung soll zeigen, ob das Konzept «Sicherheitsverbund Schweiz» funktioniert und wie es weiterentwickelt werden könnte. Geprüft wird etwa, wie es um die Durchhaltefähigkeit von Feuerwehr und Polizei steht. Maurer geht davon aus, dass auch die Bevölkerung zum Einsatz kommt, etwa wenn für die Übung «Verletzte» benötigt werden.

Mit der Projektleitung betraut hat Maurer Martin Vögeli, den Chef des Schaffhauser Amtes für Zivilschutz. Er wird sich nun ein Szenario ausdenken. Es gehe darum, das Unmögliche zu denken, sagte Vögeli.

Bericht zum Bevölkerungsschutz

Maurer erläuterte vor den Medien auch die Pläne für die Weiterentwicklung des Sicherheitsverbundes. Analog zum Armeebericht soll ein Bericht zum Bevölkerungsschutz erstellt werden. Darin soll aufgezeigt werden, welches die Gefährdungen sind, mit welchen Mitteln ihnen begegnet wird und wie die Aufgaben zwischen Bund und Kantonen zu verteilen sind.

Mit der Erarbeitung des Berichts hat Maurer den Urner Regierungsrat Josef Dittli betraut. Bis in einem Jahr soll die Strategie vorliegen.

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