Armee

Ueli Maurer spart beim Personal: 400 Stellen im VBS nicht besetzt

Bundesrat Ueli Maurer schöpft Personalbudget nicht aus.

Bundesrat Ueli Maurer schöpft Personalbudget nicht aus.

Rund 400 Stellen wurden in VBS 2012 nicht besetzt. Das Departement hat so knapp 50 Millionen Franken hat beim Personal nicht ausgegeben. Bundesrat Ueli Maurer sagt, ihm fehle die Planungssicherheit.

Bei VBS geht es offenbar auch mit viel weniger. Denn auch letztes Jahr hat das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sein Budget nicht ausgeschöpft. Gespart hat VBS-Chef Ueli Maurer beim Personal. Hier wurden kanpp 50 Millionen Franken nicht ausgegeben, wie Radio SRF berichtet.

Wie das VBS ausführt, entspricht dies rund 400 Vollzeitstellen. Im zivilen Bereich des Departements sind 130 Stellen nicht besetzt worden.

Das geschehe ganz bewusst, wie VBS-Chef Ueli Maurer sagt. Erst wenn Klarheit über die Weiterentwicklung der Armee bestehe, könne man wieder Personal rekrutieren: «Jetzt Personal einzustellen, und den Leuten in zwei Jahren zu sagen, sorry, sie haben uns die Kredite gekürzt, geht wieder, das wollen wir nicht», so Maurer gegenüber Radio SRF. Es fehle an Planungssicherheit, sagt Maurer.

Aber nicht nur der zivile Bereich ist betroffen, auch beim militärischen Personal bleiben zahlreiche Stellen vakant: 170 Berufsoffizier- und -unteroffiziersfunktionen sind laut VBS im letzten Jahr nicht besetzt worden, zudem bis zu 100 Zeitmilitärstellen.

Projekte bleiben liegen

Es sei schwierig, das benötigte Berufskader, das hohen zeitlichen Belastungen ausgesetzt sei, zu finden, erklärt Bundespräsident Maurer. «Wir bezahlen nicht übermässig hohe Löhne und wir haben nicht unbedingt die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten wie sie gute Leute in der Privatwirtschaft finden.» Doch auch die Unsicherheit, wie sich die Armee weiterentwickle, hindere gute Leute daran, zur Armee zu stossen.

400 unbesetzte Stellen - das hat für das VBS unangenehme Folgen: Die Angestellten müssen viele Überstunden leisten und es bleiben auch Projekte hängen. Maurer verlangt nun, dass rasch Klarheit geschaffen wird, wie es mit der Armee weiter geht - damit er Leute einstellen kann.

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