Armee

Ueli Maurer soll für 433 Millionen Rüstungsgüter kaufen

VBS-Chef Ueli Maurer gibt das Rüstungsprogramm bekannt

VBS-Chef Ueli Maurer gibt das Rüstungsprogramm bekannt

Der Bundesrat hat das Rüstungsprogramm 2011 verabschiedet. Er beantragt dem Parlament die Beschaffung von Rüstungsgütern im Umfang von 433 Millionen Franken. 180 Millionen davon soll der VBS-Chef Ueli Maurer für Lenkwaffen ausgeben

Einen grossen Teil des Geldes - 180 Millionen Franken - will Verteidigungsminister Ueli Maurer für Luft-Luft-Lenkwaffen ausgeben. Das heute eingesetzte Modell der Luft-Luft-Lenkwaffe AMRAAM sei technologisch nicht mehr auf dem neusten Stand, schreibt das Verteidigungsdepartement (VBS).

Deshalb solle das Modell AIM-120B schrittweise durch das modernere, leistungsfähigere und wirksamere Modell AIM-120C-7 abgelöst werden. Das VBS hält fest, es wolle nur eine "minimale" Anzahl Lenkwaffen beschaffen. Nötig sei dies zur Sicherstellung der Kernkompetenz.

Die moderne Lenkwaffe verfügt laut VBS über eine Verbindung zum Trägerflugzeug für die Zieleinweisung in der ersten Flugphase sowie über ein eigenes Radar zur selbständigen Erfassung und Verfolgung des Ziels in der Endflugphase.

173 Millionen für Brücken

173 Millionen Franken will der Bundesrat für Brückensysteme ausgeben. Die Feste Brücke 69 habe das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und müsse Ende 2012 ausser Dienst gestellt werden, schreibt das VBS.

Bereits Ende 2011 werde die Verwendung der Panzerbrücke 68 eingestellt. Damit verlören die Genietruppen "vollends" die Fähigkeit, innerhalb von zwei bis drei Stunden bestimmte Hindernisse und Flüsse überwinden zu können. Der Bundesrat beantragt den Kauf des Unterstützungsbrückensystems 45 m.

55 Millionen für Fahrzeuge

Weiter will Verteidigungsminister Maurer die Fahrzeugflotte erneuern. Bereits im letztjährigen Rüstungsprogramm hatte er dafür Geld beantragt. Nun soll die Erneuerung der Flotte fortgesetzt werden. Für 55 Millionen will Maurer 72 Lastwagen, 170 Lieferwagen und 5 Gesellschaftswagen beschaffen.

Schliesslich beantragt der Bundesrat dem Parlament einen Zusatzkredit für 25 Millionen Franken zur technischen Aufrüstung von 12 ABC-Aufklärungsfahrzeugen, deren Beschaffung das Parlament im Rahmen des Rüstungsprogramms 2008 bewilligt hatte.

Nachbesserung nötig

Das erste dieser ABC-Fahrzeuge wurde 2009 ausgeliefert und durch die Spezialisten des Kompetenzzentrums ABC (atomar, biologisch, chemisch) getestet. Dabei habe sich gezeigt, dass sowohl beim Fahrzeug als auch bei den Sensorik- und Auswertungssystemen Nachbesserungen nötig seien, schreibt das VBS. Heute seien deutlich modernere Geräte verfügbar.

Verglichen mit früheren Programmen ist das Rüstungsprogramm 2011 eher bescheiden. Im vergangenen Jahr hatten die Räte nach diversen Änderungen ein Rüstungsprogramm im Umfang von 617 Millionen Franken bewilligt. Im Durchschnitt der letzten Jahre wurden jeweils Rüstungsgüter im Wert von 700 bis 800 Millionen gekauft. (sda/rsn)

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