Sicherheit

Ueli Maurer: «Es ist unmöglich, an der Schweizer Grenze alle zu kontrollieren»

Ueli Maurer ist Finanzminister und damit auch für das Grenzwachtkorps zuständig. (Archiv)

Ueli Maurer ist Finanzminister und damit auch für das Grenzwachtkorps zuständig. (Archiv)

Die Schweiz beabsichtigt nicht, systematische Grenzkontrollen einzuführen - ungeachtet der terroristischen Bedrohung und der jüngsten Anschläge von Brüssel. Bundesrat Ueli Maurer setzt vielmehr auf Beobachtung und Analysen von Risiken.

Im Interview mit dem Westschweizer Radio RTS sagte Maurer, der als Finanzminister auch für das Grenzwachtkorps (GWK) zuständig ist, es genüge nicht, den Personalbestand zu erhöhen. Vielmehr müsse auch die Beobachtung der Risiken intensiviert werden. Es sei unmöglich, die 700'000 Menschen zu kontrollieren, die täglich über die Schweizer Grenze kommen.

"In einer offenen Gesellschaft kann man nicht hundertprozentige Sicherheit haben", sagte Maurer im Interview weiter.

Das GWK habe ihr Dispositiv den Gegebenheiten angepasst, sagte GWK-Sprecher David Marquis auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Kontrollen an den Grenzübergängen von Strasse und Schiene und auch an den Flughäfen seien punktuell verstärkt worden.

Im Dezember hatte der Bundesrat nach den Anschlägen von Paris am 13. November Stellen zur Terrorismusbekämpfung aufgestockt. Zur Bekämpfung des Terrorismus erhielten das Grenzwachtkorps, das Bundesamt für Polizei, der Nachrichtendienst und weitere Bundesbehörden zusätzliches Personal.

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